Montag, 16. Januar 2017

Sklave Tom: eine Lebenseinstellung

Sklave Tom ist ein erfahrener Sub, der sich Herrin Beadonna vollständig unterworfen hat. Diese Hingabe geht so weit, dass er einen Keuschheitsgürtel (KG) trägt. Die Herrin kann ihn sogar über Kameras in seiner Wohnung immer im Auge behalten. Dabei ist Herrin Beadonna verheiratet – aber nicht mit Sklave Tom. Wie es ist, in dieser Konstellation zu dienen, erzählt uns Tom im Interview, das in der Sub-Interview-Reihe erscheint. 

Tom hat mir übrigens auch einige schöne Fotos von sich und seiner Herrin geschickt. Ich veröffentliche sie nicht, weil ich nur einen kleinen Einblick in seine Welt geben und nicht zu viel zeigen möchte.


Sklave Tom im Interview

Lady Sas: Lieber Tom, zu Beginn jedes Interviews erkundige ich mich immer danach, wie das mit dem BDSM eigentlich begonnen hat. Wie war es bei Dir, wie bist Du mit SM in Berührung gekommen?
Sklave Tom: 
Das liegt schon lange zurück. Ich bin jetzt 48 und hatte mein erstes SM Erlebnis mit 18 bei einer professionellen Domina in Hannover. Das war zwar nicht besonders gut, aber hat mich auch nicht mehr losgelassen. Ich habe dann zunächst meine Neigung sporadisch immer wieder mit solchen Herrinnen ausgelebt und dann im Laufe der Zeit festgestellt, dass ich Sklave bin und nicht nur gelegentlich „spielen“ will. Das war ursprünglich nicht so einfach einzusehen, inzwischen bin ich sehr glücklich darüber!


Lady Sas: Berichte uns über Deine Beziehung zu Herrin Beadonna. Wie oft sehr Ihr Euch? Geht Ihr auch zu Partys?
Sklave Tom: 
Wir sehen uns mindestens 2 Tage pro Woche und wir machen auch gemeinsam Urlaub. Auf Partys gehen wir auch, sehr charmant finden wir die „Nacht der bösen Mädels“ in Offenbach. Gute Location und ein sehr angenehmes Publikum.


Was reizt Dich am SM-Spiel?

Lady Sas: Was reizt Dich am SM-Spiel mit Herrin Beadonna?
Sklave Tom: 
Das Wort „Spiel“ mögen wir beide eigentlich nicht in diesem Zusammenhang. Für uns ist es Lebenseinstellung. Wir haben aber auch Kontakt zu Leuten, die nur „spielen“ wollen und das ist auch völlig OK. Das muss jeder für sich selber entscheiden. 


Lady Sas: Beschreibe Deine Herrin. Wie ist sie aus Deiner Sicht und was macht ihren Zauber aus?
Sklave Tom: 
Als wir uns das erste Mal getroffen haben, da wusste ich, dass ich mich Ihr total und mit allen Konsequenzen unterwerfen will. Sie hat eine sehr natürliche Dominanz und ist unglaublich attraktiv. Aber das Wichtigste ist, dass Sie ein wundervoller und unglaublich liebenswerter Mensch ist. Ich liebe Sie und kann Ihr zu 100% vertrauen. Nur durch Sie kann ich wirklich Sklave sein und dafür bin ich Ihr unendlich dankbar. Mehr kann man(n) nun wirklich nicht erwarten.


Lady Sas: Deine Herrin ist über 10 Jahre älter als Du. Wie empfindest Du diesen Altersunterschied?
Sklave Tom: 
Das ist nun wirklich kein Problem. Im Gegenteil, Sie hat Lebenserfahrung und weis genau, was Sie will. Frauen sind wie Rotwein und werden mit den Jahren immer besser;-). Sie bringt die Weisheit in unsere Beziehung, die mir manchmal noch fehlt.


Lady Sas: Du bezeichnest Dich selbst als "TPE-Sklave", Total Power Exchange Sklave. Was bedeutet das in der Praxis?
Sklave Tom: 
Jetzt wird es langsam interessant, denn das können auch viele BDSM Interessierte nicht so einfach verstehen. Zunächst das Formale: Ich habe mich per Vertrag meiner wundervollen Herrin total und mit allen Konsequenzen unterworfen. Natürlich ist dieser rechtlich gesehen nicht wirksam (ich bin gelernter Jurist), aber moralisch ist er das für uns beide. Für meine Herrin resultieren daraus keine Pflichten sondern nur Rechte, allerdings auch eine gewisse Verantwortung gegenüber Ihrem Sklaven. Wir haben auch einen Verhaltenskodex, der das Verhalten des Sklaven gegenüber der Herrin regelt.

Das bedeutet in der Praxis, dass meine Herrin mit mir machen kann, was immer Sie wünscht. Ich gebe Ihnen gerne ein paar Beispiele. Ich habe in meiner Wohnung Kameras installiert, so dass mich meine Herrin jederzeit beobachten kann. Wenn ich nicht bei der Arbeit bin, dann weiss meine Herrin immer, wo ich mich gerade aufhalte. Meine Sexualität wird durch das Tragen eines KGs entsprechend kontrolliert. Wenn wir „spielen“, dann gibt es kein Code Wort und auch keine Gnade. Dabei geht es wirklich nur um meine Herrin, auch wenn das bedeutet, dass ich Ihre wunderschönen Füße stundenlang liebkosen und massieren darf. Ich habe Ihr immer zu dienen und für Sie zu leiden. Solange und in jeder Form, wie Sie es wünscht.


Wo spielt Ihr? Und wer besorgt das Spielzeug?

Lady Sas: Wo spielt Ihr? Und wer besorgt das Spielzeug?
Sklave Tom: 
Meine Wohnung ist das Domizil meiner Herrin. Zugegeben ein eher untypisches „Wohnzimmer“. Das Spielzeug haben wir beide zum größten Teil unabhängig voneinander im Laufe der Jahre erworben.


Lady Sas: Eine Besonderheit an Eurer Beziehung ist, dass Herrin Beadonna verheiratet ist. Wie gehen die Beteiligten damit um?
Sklave Tom: 
Das passt schon. Ich kenne Ihren Gatten, der kein Interesse an BDSM hat, aber seine Frau auch nicht verlieren möchte. Das kann ich völlig verstehen. Manchmal muss man die Dinge so nehmen wie sie sind.


Lady Sas: Bist Du selbst auch in einer Vanilla-Beziehung?
Sklave Tom: 
Nein. Mittlerweile würde ich das auch als nicht richtig einer Partnerin gegenüber empfinden. Ich konzentriere mich ausschließlich auf meine Herrin und will Ihr ein guter Sklave sein.


Wie ist Dein Verhältnis zum Mann Deiner Herrin?

Lady Sas: Wie ist Dein Verhältnis zum Mann Deiner Herrin? Kommt da keine Eifersucht auf?
Sklave Tom: 
Von meiner Seite her gibt es keine Eifersucht, wie er das sieht, weiss ich nicht. Aber meine Herrin lebt Ihre Neigung seit 15 Jahren aus, also nehme ich mal an, dass er sich damit abgefunden hat.


Lady Sas: Ganz indiskret gefragt: Benutzt Dich Deine Herrin auch zu ihrer sexuellen Befriedigung oder ist Dir intimer Kontakt nicht gestattet?
Sklave Tom: 
Sehr intim in der Tat;-). Meine Herrin benutzt ihren Sklaven genauso, wie Sie es wünscht. Der Schwanz und der Rest Ihres Sklaven ist Ihr Eigentum. Sie kann damit machen, was immer Sie wünscht.


Lady Sas: Wie hast Du Deine Neigung vor der Beziehung mit Herrin Beadonna ausgelebt?
Sklave Tom: 
Ich habe mich im professionellen und später auch im privaten Bereich bewegt.


Lady Sas: Wie waren Deine Erfahrungen mit professionellen Dominas?
Sklave Tom: 
Sehr unterschiedlich. Ich habe grundsätzlich viel Respekt für diese Damen. Aber mit wirklichem BDSM hat das meiner Meinung nach nur sehr bedingt etwas zu tun. Viele (aber nicht alle) sind in erster Linie kommerziell orientiert. Sie bieten einen Service, der auf die Bedürfnisse des Besuchers abgestimmt wird. Das ist natürlich völlig normal und passt auch für die meisten. Mir stellt sich dann aber immer die Frage, wer da eigentlich wen dominiert? Ich habe im Laufe der Jahre einige kennengelernt und so manche Herrinnen haben mich geprägt. Ich wäre nicht der Sklave, der ich heute bin, ohne sie. Aber für mich haben sich die Dinge geändert. Sklave sein bedeutet mehr für mich als nur für eine Stunde oder auch länger in diese Rolle zu schlüpfen. Dieses auszuleben kann man mit einer professionellen Domina wahrscheinlich nicht.


Hältst Du die Preise in SM-Studios für angemessen?

Lady Sas: Hältst Du die Preise in SM-Studios für angemessen?
Sklave Tom: 
Mein letzter Besuch in einem professionellen Studio liegt jetzt schon über 3 Jahre zurück aber ich möchte behaupten, dass diese grundsätzlich in Ordnung sind. Die Ausstattung kostet viel Geld und dann kommt in der Regel auch noch die Miete dazu. Eine professionelle Domina lebt von der Dienstleistung, die sie erbringt. Das ist oft bestimmt nicht einfach, reich werden die Wenigsten davon. Es gibt aber leider auch in diesem Bereich durchaus „Abzockerei“. Das merkt man(n) aber oft schon im Vorgespräch und dann sollte man besser gehen.


Lady Sas: Welche Pläne hast Du für die Zukunft?
Sklave Tom: 
Ich möchte meiner Herrin ein guter Sklave sein und mich in dieser Beziehung immer weiterentwickeln. Der Weg ist das Ziel, und diesen gemeinsam mit meiner Herrin zu beschreiten ist wundervoll!


Lady Sas: Dir gebührt das Schlusswort, Tom.
Sklave Tom: 
Sehr verehrte Lady Sas, vielen Dank für die Ehre, Ihnen dieses Interview geben zu dürfen. Es war mir ein echtes Vergnügen!



Freitag, 13. Januar 2017

Bizarrlady Stella: Ich lebe es 24/7

Bizarrlady Stella
Bizarrlady Stella bietet uns in diesem Interview interessante Einblicke in ihre Welt. Sie lebt in Hamburg, reist aber auch und ist regelmäßig im SM-Studio Domizil der Gräfin in Düsseldorf zu Gast. Im Interview spricht sie unter anderem über ihren Weg in den bizarren Bereich, den Wunsch vieler Sklaven, keine Spuren aus der Session davonzutragen, das Glück, nicht zwischen privat und beruflich unterscheiden zu müssen und die mangelnde Ausbildung mancher Jungdominas heute. Außerdem verrät sie uns, wie sie ihre wundervolle, sexy Figur hält – und sorgt damit bei vielen Leserinnen und Lesern bestimmt für eine große Überraschung. 

Bizarrlady Stella im Interview 


Lady Sas: Liebe Stella, wie begann Deine Reise in die Welt des BDSM?

Bizarrlady Stella: Mein ganz privater Weg begann sehr früh, mit 15 Jahren. Ich war sehr frühreif und habe mich mit BDSM und Sexualität intensiv beschäftigt. Daher lernte ich sehr schnell, dass es außer Blümchensex noch andere faszinierende Praktiken gab. Ich probierte viel mit meinen damaligen Spiel-Partnern aus und es gab den einen oder anderen „Unfall“, der aber dazugehört wenn man so jung ist, und so viel wie möglich testen möchte.

Da ich sehr offen und frei erzogen wurde, konnte ich zum Glück auch viel ausprobieren und Fragen stellen. Mit 18 Jahren habe ich dann eine „Ausbildung“ zur Domina angefangen. Sie dauerte über 2 Jahre! Was nicht heißt, dass man alles kann – das kann man nie, denn diese Szene ist unglaublich schnelllebig. Ich bilde mich seitdem ständig weiter und unterhalte mich sehr viel mit anderen Leuten aus der BDSM-Welt. Wenn man BDSM selber nicht lebt, kann man keine gute Domina sein.

Leider sehe ich heute immer mehr, wie der Ruf der Domina verkommt. Bis man eine gute Domina wird, vergehen Jahre. Heutzutage werden Damen einfach dem Gast vorgesetzt, als ob sie es schon x Jahre mache würden. In Wahrheit ist es vielleicht ihr erster Gast ohne Vorkenntnisse. Es ist traurig, aber so eine intensive und lange Lehrdauer wie ich sie hatte gibt es kaum noch. Das schnelle Geld steht im Vordergrund. Ich bedauere dies zutiefst und es ist eine große Dreistigkeit dem Gast gegenüber. Er möchte sicher durch die Session geleitet werden und ein Wow-Erlebnis am Ende haben.

Das Vorgespräch ist das wichtigste, man baut Vertrauen auf und man kann eine gute Einleitung beginnen. Es gibt bei mir auch nicht Job und Privatleben – das wäre sowas von falsch. Wir tragen ein große Verantwortung unserem Gegenüber, egal ob Privat-Session oder Session im Studio. Ich lebe mein Leben, was ich immer haben wollte, komplett 24/7. Ich habe meine Berufung gefunden und die erfüllt mich jeden Tag.

Was ist für Dich eine Bizarrlady? 

Bizarrlady Stella

Lady Sas: Du bezeichnest Dich nicht als "Domina", sondern als "Bizarrlady". Worin besteht für Dich der Unterschied? Wie ist Dein Selbstverständnis?

Bizarrlady Stella: Ja, das ist immer ein Thema, was auch in den Studios immer heiß diskutiert wird, was jetzt eigentlich was genau ist: Domina, Lady, Mistress, Miss, Bizarrlady,…ich will da gar nicht so genau ins Detail gehen, da es immer noch jeder anders sieht. Ich verstehe den Begriff Bizarrlady für mich so: Ich bin Bizarrlady und  Domina, weil ich finde, dass Sinnlichkeit und Erotik im BDSM-Bereich nicht ausgeschlossen werden sollte - der eine mag es streng, ein anderer mit mehr Gefühl und erotischen Elementen.  Ich liebe beides - daher kann ich beides auch mit einem reinen Gewissen meinem Gegenüber nahe bringen. Wie weit ich da gehe, bleibt allein mir überlassen. Aber natürlich bin ich berührbar – überall.


Lady Sas: Was reizt Dich am BDSM?

Bizarrlady Stella: Alles! Ich liebe diese Welt einfach. Ich bin dominant und sadistisch, wo bin ich besser aufgehoben? Ich liebe dieses Gefühl von Macht, ich liebe das Spiel mit dem Feuer. Ich gehe in meinen Sessions im Studio aber auch in den privaten Sessions mit meinen Sklaven auf. Wie eine Blume die blüht! Meinem Gegenüber etwas Neues zu zeigen, ihn vielleicht weiter zu bringen als er gedacht hätte – das Glitzern in seinen Augen danach zu sehen. Ich schlüpfe in verschiedene Rollen. Das immer wieder Neue ist interessant daran – nichts ist Gleich. Jedes Spiel ist anders, mal bin ich die Bizarr-Ärztin, mal die Tierhalterin. Wenn ich hier jetzt weiter schreibe, kann ich nicht mehr aufhören. Für mich gibt es nichts anderes – nichts schöneres.


Lady Sas: Was treibt Dich an beim BDSM? Wohin möchtest Du Dich entwickeln?

Bizarrlady Stella: Ich glaube, nach so vielen Jahren weiß ich schon ganz genau, wohin die Reise geht. Ich bin glücklich soviel erleben zu dürfen und konnte alles, ausprobieren was ich wollte. Ich bin als Bizarrlady sehr glücklich – so wie es jetzt ist.  BDSM ist sehr abwechslungsreich und man kann in viele Richtungen agieren, egal ob Session, Video oder andere Dinge.


Lady Sas: Ich habe gesehen, dass Du eine "Cuckold-Session mit Bi-Sklaven" anbietest. Was darf man sich darunter vorstellen, was erwartet den Gast?
Bizarrlady Stella: Den Gast erwartet viel – aber das wird individuell abgesprochen.

Gibt es zwischen den Gästen und Hamburg und Düsseldorf Unterschiede?

Bizarrlady Stella

Lady Sas: Du bist in Hamburg zuhause und arbeitest dort in einem SM-Studio, reist aber auch nach Düsseldorf ins Domizil der Gräfin. Welche Unterschiede gibt es zwischen den SM-Studios? Gibt es auch bei den Gästen in Hamburg und Düsseldorf Unterschiede? 
Bizarrlady Stella: Es gibt eigentlich keinen Unterschied, bis auf dass ich aus Düsseldorf komme und viele schöne Jahre dort hatte, ich sehe das Domizil als mein zweites Zuhause an – wo ich immer willkommen bin. Viele Stammgäste sind dort und die können leider nicht einfach mal eben nach Hamburg kommen, daher freue ich mich immer jeden Monat, sie wieder zu sehen und sie sind mir mit Treue dankbar. Natürlich liebe ich auch meine Mädels dort im Studio, viele sind enge Freunde von mir und ich bin einfach gerne da.


Lady Sas: Du hast zahlreiche Tattoos und Piercings. Was ist der Grund dafür bzw. was möchtest Du damit ausdrücken?
Bizarrlady Stella: Gar nichts! Das ist mein ganz persönlicher Geschmack, den muss keiner teilen oder gut finden. Ich mag es und liebe jedes einzelne an mir und ich bin noch lange nicht fertig.


Lady Sas: Du hast eine super Figur, Kompliment! Was tust Du dafür?
Bizarrlady Stella: Ganz ehrlich? Nichts! Nein wirklich, ich liebe Schokolade und Pizza. Keine Ahnung, ich hoffe, ich bleib so dünn – denn ansonsten müsste ich auch Diät machen.


Lady Sas: Wie stehst Du zum Thema Schönheitsoperationen?
Bizarrlady Stella: Das sollte jeder für sich ganz allein entscheiden finde ich – da hat sich keiner einzumischen.

Bizarrlady Stella zum Thema "Session ohne Spuren"

Bizarrlady Stella

Lady Sas: Hast Du einen Tipp, wie bzw. wo man einen Sklaven schlagen kann ohne dass er Spuren davon trägt? Ich denke zum Beispiel an Bastonade.
Bizarrlady Stella: Illusion ist schön – wird aber zerstört. Schlagen ohne Spuren, dann bitte mit der Feder. Das Gegenüber möchte etwas erleben. Das funktioniert bei jedem in einer anderen Intensität, der eine liebt es ausdauernd und steigernd, ein anderer möchte hart und ohne Gnade verprügelt werden. Es gibt so viele verschiedene  Schlaginstrumente und so viele verschiedene Stellen am Körper um sie einzusetzen.

Jede Haut reagiert anders. Der eine hat von einer leichten Ohrfeige 2 Tage eine rote Stelle im Gesicht oder auf dem Po. Der andere braucht den Rohrstock und nach dem Duschen ist fast alles wieder weg und nur noch „leicht“ gerötet.  Ich würde nie, schon gar keinem neuen Gast, den ich nicht kenne, versprechen, dass es keine Spuren gibt. Man kann es nicht vorher sagen, weil jede Haut anders beschaffen ist und anders reagiert. Auch kann es durch neue Lebensgewohnheiten dazu kommen, dass die Haut empfindlicher wird. Gutes Aufwärmen ist das A und O – mit der flachen Hand oder einem Paddel (schön rosa und gut durchblute). Man könnte eine andere Stelle wählen für wenig Spuren, die Handinnenflächen oder, wie du oben erwähnt hast, die Bastonade ist dafür gut geeignet – allerdings nicht jedermanns Sache. Die Bastonade erfordert gute Zielsicherheit und damit Erfahrung. Ich praktiziere sie sehr gerne.

Ich muss allerdings an dieser Stelle einmal erwähnen, das es wirklich immer noch sehr oft vorkommt das neue Gäste auf mich zu kommen und den Wünsch haben in der Session einmal wirklich hart ausgepeitscht zu werden – ohne Rücksicht… und dann fügen sie am Ende kleinlaut hinzu „aber bitte ohne Spuren, ich bin verheiratet und sie darf nachher nichts merken oder gar sehen“. Es tut mir dann immer sehr leid etwas lachen zu müssen - wo ich sonst immer professionell reagiere, aber das ist einfach so absurd und unüberlegt!


Lady Sas: Gibt es Sklaven, die man vor sich selbst schützen muss, indem man ihnen bestimmte Phantasien nicht erfüllt, weil das zu gefährlich wäre? Hast Du so etwas schon einmal erlebt?

Bizarrlady Stella: Oh ja, ich glaube jede Domina hat dies schon oft erlebt. Es gibt einfach die extremsten Phantasien heutzutage. Durch das Internet wird dies stark angeheizt. Ich versuche dann in Ruhe mit solchen Gästen zu reden und ihnen zu erklären, dass es so nicht funktioniert. Ein bisschen wie eine Psychiaterin. Ich versuche, dass der Gast es am Ende einsieht, dass es nicht geht, was er da möchte. Dominas sind immer physisch und psychisch gefordert – wir tragen eine hohe Verantwortung.


Was macht Bizarrlady Stella privat?

Bizarrlady Stella

Lady Sas: Erzähle uns ein bisschen über die private Stella. Was machst Du in Deiner Freizeit? 
Bizarrlady Stella: Oh, privat... mmh, gute Frage. Ich lebe ja wie gesagt 24/7, was bedeutet, dass ich auch privat „Stella“ bin. Ich gehe sehr gerne auf Fetischpartys und kleide mich privat sehr gerne in Latex. Ich habe privat ebenfalls Sklaven, die mir lästige Dinge abnehmen und mein Leben angenehmer gestalten.


Lady Sas: Wie sehen Deine Pläne für die Zukunft aus?
Bizarrlady Stella: Die verrate ich noch nicht – aber so viel: Meine Gäste können gespannt sein.


Lady Sas: Danke für Deine Zeit, Stella.



Montag, 2. Januar 2017

Lady Monika Rose: BDSM ist zum Lifestyle geworden


Lady Monika Rose
Lady Monika Rose scheint Energie für drei zu haben: Zum ersten ist sie die Managerin des Domina Bizarr & Erotik Studios "Studio Elegance" in München. Zum zweiten ist sie in diesem Studio auch selbst als Domina tätig. Und weil das offenbar noch nicht genug ist, hat sie zum dritten nun auch noch die "VIP Lounge Elegance" eröffnet. Im Interview erfahren wir mehr über Monika Rose.

Lady Monika Rose im Interview


Lady Sas: Liebe Monika Rose, Du bist die Chefin des Münchner Domina Bizarr & Erotik Studios "Studio Elegance" und hast nun auch die exklusive BDSM Suite "VIP Lounge Elegance" eröffnet. Wie schaffst Du es, neben diesen beiden Aufgaben auch noch selbst als Domina tätig zu sein?
Lady Monika Rose:
Die Tätigkeit als Domina habe ich nie als ein Beruf betrachtet, sondern als BERUFUNG. Selbstverständlich muss ich diszipliniert und gut organisiert sein. Ich bin konsequent nicht nur als Domina, sondern auch zu mir selbst. Natürlich habe ich meine Termine eingeschränkt. Man kann bei fast allem erfolgreich sein, wenn man unbegrenzte Begeisterung mitbringt. Mein Leben Motto ist die Weisheit von Konfuzius: „Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten.“



Lady Sas: Berichte uns bitte, wie das alles bei Dir anfing. Wie wurdest Du auf den bizarren Bereich aufmerksam?
Lady Monika Rose:
Ich habe mich immer für das Thema Fetisch und BDSM interessiert. Auf einer Fetisch Party habe ich eine professionelle Domina kennengelernt. Und sie hat mich fasziniert damit, was sie über ihren Beruf erzählt hat. Sie hat mir ihr Studio gezeigt und mich eingeladen, um erste Erfahrungen zu sammeln. Seit dieser Zeit wusste ich, dass es meine Berufung ist. Und heute bin ich Domina und lebe SM schon seit vielen Jahren.



Welches Konzept steht hinter der VIP Lounge Elegance?

Lady Monika Rose

Lady Sas: Erzähle uns bitte, welches Konzept hinter der "VIP Lounge Elegance" steht.
Lady Monika Rose:
Auf Grund der großen Nachfrage von Pärchen und kleineren Gruppen, die Studioräume mieten wollten, kam ich auf die Idee von der „VIP Lounge Elegance“. Dort kann man noch eine intimere Atmosphäre genießen. Die VIP Lounge ist auch als Escort Location geeignet.



Lady Sas: Das "Studio Elegance" und die "VIP Lounge Elegance" haben die gleiche Adresse, Frankfurter Ring 139. Die Räume sind aber schon komplett unterschiedlich – oder gibt es Überschneidungen?
Lady Monika Rose:
Die VIP Lounge Elegance und das Studio ELEGANCE befinden sich in dem gleichen Gebäude, obwohl sie einen separaten Eingang haben. Das Gebäude befindet sich NICHT im „Rot Licht Milieu“. Es ist sehr wichtig für unsere Gäste, die aus der Wirtschaftselite kommen. Sie können das Gebäude ungestört betreten. Die Internetpräsenz und Einrichtung ist ähnlich. Dem Stil bin ich treu geblieben. Beide Bereiche sind stilvoll und exklusiv, wie bereits der Name „ELEGANCE“ sagt. Die VIP Lounge hat zusätzlich Sauna und Whirlpool.



Lady Sas: Als ich einen Blick auf die Preise der VIP Lounge Elegance warf, stockte mir der Atem. Freitag bis Sonntag pro Tag/Übernachtung für zwei bis vier Personen: 650 €. Was sind das für Leute, die sich so einen Luxus leisten?
Lady Monika Rose:
Unsere Gäste kommen weitestgehend aus der oberen Mittel- und Oberschicht Deutschlands, Österreich, Schweiz als auch aus dem internationalen Ausland. Selbstverständlich schätzen sie Luxus und gönnen sich ein besonders erotisches Erlebnis. Sie wollen ihre BDSM Phantasie in edelster Form erleben.



Butler und Koch engagieren? Wer macht denn sowas?

Chefin der VIP Lounge Elegance

Lady Sas: Gäste der VIP Lounge Elegance können auch einen Butler und einen Koch engagieren. Wie stark werden diese Angebote nachgefragt?
Lady Monika Rose:
Die Nachfrage ist sehr hoch. Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass unsere Gäste diesen Abend außerordentlich genießen wollen. Das erotische Vorspiel fängt erst mit kulinarischen Gaumenfreuden an. Der Empfang und die Begleitung durch den Buttler beeindrucken den Partner und es gibt dem Abend einen festlichen Rahmen. Unsere Gäste wissen den Abend mit allen Sinnen zu genießen und dies sorgt unmittelbar für Entspannung und positive Gefühle.



Lady Sas: Ist es schwierig, sich als Chefin in diesem Geschäft zu behaupten? Mit welchen Herausforderungen oder Problemen hast Du im Alltag zu tun?
Lady Monika Rose:
Ich bin nicht nur Chefin/Betreiberin des Studios, sondern auch eine Kollegin. Wir machen gemeinsam Sessions und haben viel Spaß zusammen. In unserem Studio herrscht eine lockere und familiäre Stimmung. Wir verbringen viel Zeit zusammen und sind emotional verbunden. Aber manchmal belastet Freundschaft das professionelle Verhältnis. Ich muss täglich zwischen kollegialer Nähe und professioneller Distanz entscheiden. Es ist nicht immer einfach Beruf und Privates zu trennen. Die Schwierigkeit besteht darin, die richtige Balance zu finden. Fingerspitzengefühl ist gefragt.



Lady Sas: Wie reagieren die Menschen darauf, wenn sie erfahren, dass Du ein SM-Studio führst?
Lady Monika Rose:
Die Reaktion von Menschen ist sehr unterschiedlich. In der Regel ist die Reaktion positiv. Sie sind neugierig und wollen mehr über das Studio wissen und sogar besichtigen. Nach meiner Meinung nach ist die Gesellschaft toleranter geworden. Aber am wichtigsten ist mir die Meinung von meinen Freunden und Bekannten, die mich unterstützen.


Wie ist die BDSM-Szene in München?

Lady Monika Rose


Lady Sas: Was kannst Du uns über die BDSM-Szene in München sagen?
Lady Monika Rose:
Nach dem Erfolg von „50 Shades of Grey“ habe ich den Eindruck, dass die BDSM Szene in München im Wachstum ist. Immer mehr Fetisch Partys finden statt. Ein anderes Beispiel ist die BoundCon in München, die sich zur wichtigsten Messe zum Thema Bondage und SM entwickelt hat und das nicht nur in Deutschland. BDSM ist nicht mehr ein Tabu, sondern zum Lifestyle geworden.


Lady Sas: Hast Du in den letzten Jahren bestimmte Entwicklungen im professionellen BDSM-Bereich beobachten?
Lady Monika Rose:
Heutzutage ist eine Domina ein anerkannter Beruf geworden. Manche Damen mit langjähriger Erfahrung bilden auch den Erwachsenennachwuchs aus. Nicht nur in derv Theorie, sondern auch in der Praxis. Um das passende Spiel für den Gast auszudenken sind gute Menschenkenntnisse, Toleranz, Intelligenz und Kreativität erforderlich. Psychologie ist hierbei von elementarer Bedeutung. Viele meiner Kolleginnen, sowie wie ich, haben eine akademische oder medizinische Ausbildung.



Lady Sas: Gestatte uns einen Blick hinter die Kulissen. Wie ist Lady Monika Rose privat?
Lady Monika Rose:
Mein Berufs-Alltag ist „crazy“ und um die Balance zu halten, bin ich viel in der Natur und mache Sport. Ich bin eine Genießerin. Der Sinn des Lebens ist nicht nur zu arbeiten. Am Wichtigsten im Leben ist das Leben. Ich liebe das Leben, die Leute, gutes Essen und verliere mich in Musik. In meiner Umgebung habe ich viele schöne Sachen und Kunst, die mich täglich erfreuen. Wer genießen kann, weiß, wie er zu innerer Balance findet und den Augenblick lebt. 

Lady Monika Rose


Lady Sas: Wie sehen Deine Pläne für die Zukunft aus?
Lady Monika Rose:
Nach dem großen Erfolg der „Night of Pleasure 2016“ mit Bavarian Fetisch, plane ich diese Party im Sommer 2017 zu wiederholen. Darüber hinaus werden wir mit unserem Messepartner „dominas.online“ auf der Venus Berlin 2017 sein. Mehr möchte ich nicht verraten. Lasst Euch überraschen ;-) Aktuelle News findet ihr auf der Homepage www.vip-lounge-elegance.de oder www.bizarrstudio-elegance.de




Lady Sas: Danke für das Interview.