Samstag, 24. August 2013

Der Rollentausch aus Frauensicht

In unserer Gesellschaft wird das Männliche mit dem Aktiven gleichgesetzt und das Weibliche mit dem Passivem. Reduzieren wir den Mann auf seinen Penis und die Frau auf ihre Pussy, dann macht das durchaus Sinn. Der Mann gibt (es ihr), die Frau empfängt.

Was ist nun der Reiz daran, diese Rollen zu tauschen? Ich möchte die Frage gern aus meiner Sicht betrachten. Zunächst einmal: Ich fühle mich gern als Frau und habe auch gern Sex mit einem aktiven Partner, schließlich war ich lange Jahre verheiratet und habe eine Tochter. Aber es ist auch sehr reizvoll, in die aktive Rolle zu schlüpfen. Im SM gibt es diese Möglichkeit, indem sich die aktive Frau/Top/Herrin/Domina zum Beispiel einen Gummischwanz umschnallt (Umschalldildo) und damit ihren Sub/Sklaven penetriert. Penetriert? Ach, sagen wir ruhig "fickt", wir sind ja unter uns ;-)

Dieser radikale Tausch der Rollen, in der die Frau zum Mann und der Mann zur Frau wird, ist aus meiner Sicht deshalb so eine kraftvolle Erfahrung, weil ich pure Macht spüre. Ich verfüge in diesem Moment über den Sklaven. Ich dringe in ihn ein – nicht nur körperlich, sondern auch symbolisch. Ich nehme ihn in Besitz. Das ist ein sehr starkes, intensives Gefühl, das ich gerne auskoste. Manchmal ist es wie ein Orgasmus im Kopf. Nur, weil ich kein Gefühl im Umschalldildo habe, heißt das also noch lange nicht, dass ich bei diesem Spiel nichts empfinde.

Besonders reizvoll ist es, wenn ich die enge Po-Möse meines Sklavens auch mit anderen Dingen nehme. 21 x 4,5 cm Durchmesser sind Maße, an die kaum ein normaler Penis herankommt. Eigentlich schade, dass solch ein Prachtstück an Sklaven verschwendet wird und nicht zur Lustbefriedigung von Frauen... ;-)

Ich habe mit meinem Sklaven ausprobiert, wie in diesem Zusammenhang Feminisierung wirkt. Dazu habe ich ihm ein Dienstmädchenoutfit gekauft, eine Langhaar-Perrücke und halterlose Strümpfe besorgt. Dazu musst er einen Damen-String tragen. Was soll ich sagen? Ich war guter Hoffnung, aber das Ganze sah so dämlich aus, dass ich es nach nur einem einzigen Tag gelassen habe. Ich weiß nicht, wie es anderen Frauen geht, aber ich sehe einen Mann auch als Sklaven gern als Mann und genießen den Rollentausch auf die dargestellte Weise. Einen kompletten Tausch, also auch die Kleidung betreffend, finde ich weniger interessant.

Es bleibt ein spannendes Spiel, das jede dominante Frau einmal ausprobiert haben sollte!

Sonntag, 11. August 2013

Du bist gefragt.

Hallo, ich habe eine kleine Umfrage in meinen Blog eingetragen.

Welches Thema interessiert Dich am meisten?
- Keuschhaltung
- Schuh-/Fußerotik
- NS
- Abstrafung/Flag

Sei so gut und nimm Dir eine Minute Zeit, um abzustimmen.
Du findest die Umfrage in meinem Blog auf der rechten Seite.
Fahre mit der Maus an den rechten Rand, dann erscheinen Symbole.
Klicke auf das Symbol mit den drei Balken.
Eigentlich ganz einfach ;-)

Schönen Sonntag noch,
Lady Sas





Samstag, 10. August 2013

24/2 statt 24/7.

Unter "24/7" versteht man eine SM-Beziehung, in der beide Partner rund um die Uhr in ihrer "Rolle" sind. Ich finde das schwierig. Ja nahe unmöglich. Wer kann und will schon 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche die Domina geben? Ich bin berufstätig, mein Sklave auch. Für 24/7 Spiele bleibt da einfach keine Zeit.

Realistischer erscheint mir meine Variante: 24/2, der Spaß am Wochenende. Mein Sklave, der seine eigene Wohnung hat, besucht mich am Samstag und bleibt bis Sonntag Abend in seiner Rolle. Eine Herausforderung? Ich glaube, eher eine Leidenschaft. Eher eine Flucht aus dem Alltag. Eine willkommene Abwechslung zur täglichen Routine im Büro. Ich hatte am Anfang Bedenken, dass ich mich nun jede freie Minute um den Sklaven kümmern müsste. Darauf hatte ich absolut keine Lust. Schließlich soll er mir mein Leben erleichtern und versüßen – und nicht erschweren. Ich habe es trotzdem ausprobiert und möchte meine Erkenntnisse nun gern mit Dir teilen.

Erste Erkenntnis: Die Praxis zeigt, dass man als dominante Dame nicht ständig in Fetischkleidung herumlaufen muss, um als Top akzeptiert zu werden. Ich trage zum Beispiel oft eine ganz normale Jeans und und eine Bluse, wenn er da ist. Das kombiniere ich mit High Heels – und fertig. Mehr ist gar nicht nötig. Außerdem schminke ich mich kaum. Du wirst sehen: Es geht auch mit minimalem Aufwand.

Zweite Erkenntnis: Man muss den Sklaven nicht ständig beschäftigen. Ich benutze den Sklaven oft wie einen Gebrauchsgegenstand. Wenn ich ihn brauche, z.B. fürs Putzen oder Bügeln, hole ich ihn und gebe ihm Aufgaben. Wenn ich ihn nicht brauche, stelle ich ihn ab.

Tipp: Wenn Du eine kleine Rumpelkammer hast, kannst Du ganz leicht einen "Sklavenstall" daraus zaubern. Einfach eine Decke hineinlegen, fertig. Abwechslung ist natürlich immer etwas Feines. So kannst Du den Sklaven auch mal ein paar Stunden in der Dusche lassen und ihn von Zeit zu Zeit mit goldenem NS beglücken... Es gibt auch viele Möglichkeiten, ihn zu beschäftigen, wenn Du Gewissensbisse hast, weil Du ihm keine Aufmerksamkeit schenkst. Lass ihn zum Beispiel alle Deine Schuhe säubern. Das macht ihn glücklich, beschäftigt ihn und Du hast Ruhe. Oder aber, um das Ganze etwas spannender zu gestalten: Du funktionierst ihn zu einem Tischchen um. Zum Beispiel, indem Du ihn auf allen Vieren hinknien lässt und eine Glasplatte auf ihm abstellst. Mit etwas weniger Aufwand funktioniert es auch, wenn Du einfach eine Tischdecke auf seinen Rücken legst und etwas darauf stellst, was nicht runterfallen darf. Mit der Zeit wird es eine ziemliche Herausforderung für ihn sein, die Balance zu halten...

Am meisten lohnt sich 24/2, wenn Du Deinen Sub als Putzsklaven nutzt. Am besten, er beginnt am Samstag morgen mit der Arbeit. Achte darauf, dass Du ihm sehr genau erklärst, was Du von ihm willst und wie es funktioniert. Tipp: Gib ihm eine Liste, was er zu tun hat. Plane viel Zeit ein, wenn er sich noch nicht so gut auskennt. Mach ihm am Anfang deutlich, dass Du nachlässiges Arbeiten auf keinen Fall akzeptieren wirst. Drohe ihm wirklich, wirklich harte Strafen an. Er muss verstehen, dass er Dich hier besser nicht provozieren sollte. Wenn das erst mal klar ist und er brauchbar arbeitet, dann ist 24/2 eine super Sache!

Zum einen musst Du Dich nicht mehr um den Haushalt kümmern und kannst entspannen. Zum anderen ist es natürlich auch eine anregende Sache. Denk mal drüber nach.

Lady Sas









Mittwoch, 7. August 2013

Der 24-Stunden-Orgasmus.

Vor einiger Zeit wurde in den Medien über eine Frau berichtet, die an einer seltenen Krankheit leidet: dem Dauerorgasmus (Persistent Genital Arousal Disorder). Die Engländerin Sarah Carmen kommt am Tag bis zu 200 Mal zum Höhepunkt – ohne besonders erotische Gedanken zu haben. Schon ein vibrierendes Handy kann genügen, damit sie kommt. Diese Störung wurde 2001 zum ersten Mal wissenschaftlich dokumentiert. Sie kommt vor allem bei Frauen in den Wechseljahren vor. Oder bei Frauen, die eine Hormonbehandlung hatten. Oder aber: Bei dominanten Frauen, die ihren Sklaven keusch halten. 

Ich gehöre – wen wunder's – zu den Letztgenannten. Meinen Sklaven keusch zu halten, bereitet mir ein unglaubliches Vergnügen. Gut, es geht nicht so weit, dass ich von einem echten Orgasmus sprechen würde. Aber es ist ein andauerndes reizvolles Gefühl. Mein Sklave trägt einen CB6000. Das ist ein transparenter Kunststoff-Käfig, der den Penis vollständig einschließt und nach unten drückt. Ich habe das Teil selbst bestellt und weiß daher genau, dass ich auch wirklich alle (!) Schlüssel zu seinem kleinen Gefängnis besitze. Unter einer Hose fällt das Ganze nicht weiter auf, Mann kann es also auch im Alttag tragen ohne sich outen zu müssen. 

Was gefällt mir daran? Nun, es ist im Wesentlichen die Macht, die mich anregt. Es ist ein prickelndes Gefühl für mich als Frau Ende 40, den Schlüssel zum Sexualleben eines attraktiven 36jährigen in den Händen zu halten... Mein Sklave könnte viele Frauen haben. Hat er aber nicht. Weil er mir gehört. Freiwillig. Natürlich ist es nicht einfach für ihn. Am Anfang war er begeistert von der Idee, nun ganz in meinen Händen zu sein. Doch dann wurde es immer härter für ihn, durchzuhalten... Und damit umso schöner für mich... Sicher: Ab und zu erlöse ich ihn natürlich. Wir wollen ja nicht übertreiben... 

Lady Sas









Sonntag, 4. August 2013

Hallo Ihr Lieben und Bösen



Hallo Ihr Lieben und Bösen,

ich schreibe diesen Blog, um mich und mein Tun mehr reflektieren zu können. Und, um anderen Frauen Mut zu machen, die vielleicht in einer ähnlichen Situation sind, wie ich es war.

Ich war 18 Jahre verheiratet, bevor sich mein Mann zu meinem Ex-Mann erklärt hat. Heute lebt er mit einer Kollegin zusammen, die – wenn wundert's – deutlich jünger ist als ich... Ich habe eine erwachsene Tochter, auf die ich sehr stolz bin :)

Zum Zeitpunkt der Trennung habe ich beschlossen, nicht in Selbstmitleid zu versinken und mich als alte Schachtel aufzugeben, sondern noch mal mit frischem Mut mein Liebesleben neu zu entdecken. Ich stieß auf den BDSM-Bereich, der mich bis heute sehr fasziniert und inspiriert.

Seit Februar 2011 habe ich einen Sub an meiner Seite. Sub ist ein anderes Wort für Sklave. Wir leben in einem Top-Sub-SM-Verhältnis, sind aber kein Liebespaar. Manche würden es eine Spielbeziehung nennen, ich nenne es lieber "SM-Verhältnis", das trifft es recht gut. toytoy, mein Sklave, ist 13 Jahre jünger als ich. Man kann jetzt vermuten, dass ich damit meinen Ex-Mann übertrumpfen wollte. Ich weiß es nicht und es spielt auch keine große Rolle für mich, da ich mit diesem Kapitel abgeschlossen habe und nach vorne blicke.

Ich bin voll berufstätig und das in einer recht konservativen Tätigkeit. Da ich keine Lust habe, im Büro auf mein kleines Hobby angesprochen zu werden, ist dieser Blog eher so gehalten, dass ich nicht erkannt werde. Ich denke, das ist nachvollziehbar. Diskretion ist mir sehr wichtig.

Ansonsten verbringe ich meine Freizeit mit Sport, Unternehmungen in der Natur, auf Trödelmärkten und auf Städtereisen (Europa bevorzugt). Ich begeistere mich für alles, was gesund ist. Genuss ist mir wichtig, ebenso wie Stil und Niveau.

Lady Sas

PS:
Ich bin übrigens auch im joyclub angemeldet.
Klicke hier.

Hier stand einmal der link zur Sklavenzentrale.
Da die Sklavenzentrale – wie ich jetzt erfahren haben – seit 2011 in Deutschland auf dem Index steht, darf man nicht mehr auf die Seite verlinken. Daran halte ich mich ganz brav.