Samstag, 27. Februar 2016

Domina und Bankerin: Conchita van der Waal

Conchita van der Waal
Tagsüber arbeitete sie als "Examining Officer" für Trustgeschäfte bei der niederländischen Zentralbank in Amsterdam. Abends verwandelte sie sich in "Conchita van der Waal", eine Domina und "Highclass Society Model / Elite Pornstar Deluxe", wie sie auf ihrer Website schrieb. 

Die Website ist inzwischen offline, denn auf Dauer ging dieses Doppelleben nicht gut. Zu indiskret ihr Auftritt, zu öffentlich ihr Hobby. Die Zentralbank feuerte sie. Begründung: In den Arbeitsverträgen der Mitarbeiter stehe, dass ihr Verhalten "integer, sorgfältig und diskret" sein müsse. Dagegen habe die Dame verstoßen. Man kann nun darüber streiten, ob das Privatleben den Arbeitgeber etwas angeht oder nicht. Fakt ist aber wohl, dass Conchita van der Waal kein Geheimnis um ihre Geheimnis gemacht hat. Sie galt als eine der besten Dominas der Niederlande, hatte ihr eigenes SM-Studio in Amsterdam und trat auch in Swingerclubs auf. Von Diskretion keine Spur. Sogar auf ihrer Website schrieb sie, dass sie einem anspruchsvollen Job im internationalen Finanzsektor nachgeht. Was klingt wie eine schöne, ausgedachte Fassade, war echt.


Tagsüber Top-Bankerin, abends Domina 

Als Bankangestellte prüfte und genehmigte sie die Trustgeschäfte, die die niederländische Zentralbank ausführte. Conchita van der Waal hatte also eine führende Spitzenposition inne, in der sie sicher nicht schlecht verdient hat. Auch ihr Hobby verhalf ihr vermutlich zu einem dicken Bankkonto: Von 450 €/Stunde, 1950 €/Abend und 4000 €/Wochenende ist die Rede. Neben dominanten Services versüßte sie ihren Kunden auch mit Vanilla-Sex den Abend. Die Lady ist flexibel.


Die Website ist inzwischen offline.
Meine Meinung dazu: Ich finde, das Privatleben geht den Arbeitgeber nichts an. In diesem Fall könnte es aber durchaus sein, dass die Bank Angst hatte, die Dame könnte unter Umständen durch ihr Doppelleben erpressbar sein. Wahrscheinlich hat sie eine Abfindung bekommen. Mich wundert an der Sache vor allem, dass die Dame nicht diskreter gewesen ist. 

Leider habe ich von dieser Geschichte, die letztes Jahr passiert ist, erst jetzt erfahren. Ich habe ja seit einiger Zeit Kontakt zu Damen in Amsterdam (siehe mein Buch "AmsterDom")und werde so auch mit einigen Klatsch-Geschichten versorgt ;-) Das ist eine der interessantesten, die ich gerne mit Euch teile.

Es würde mich interessieren, ob die Dame jetzt hauptberuflich als Domina tätig ist. Wer es weiß: Ich freue mich über einen Hinweis. 


Mehr Diskretion wäre nicht schlecht gewesen.





Freitag, 26. Februar 2016

Heidi Klum und die Domina bei GNTM

Dieses Foto postete Heidi Klum auf Instagram.
Ein Leser (und Fernsehzuschauer) hat mich auf eine überraschende Situation bei Heidi Klums Fernsehsendung "Germany's Next Topmodel" (GNTM) aufmerksam gemacht. Ich sehe diese Sendung nicht, aber die Geschichte erschließt sich ja bereits über den Namen der Sendung: Heidi Klum sucht zusammen mit einer Jury nach dem neuen Topmodel Deutschlands. Es gibt Castings, bei denen junge Möchtegern-Models sind vorstellen können. Bei einem dieser Castings hat sich eine junge, rothaarige Frau präsentiert, die als Hobby "BDSM" angegeben hat. Wer so offen mit seinen Neigungen umgeht, darf sich nicht wundern, wenn Heidi da mal nachfragt.


Scheinheiligkeit pur


Heidi Klum tut nun so, als habe sie von "BDSM" noch nie in ihrem Leben gehört. "Was ist BDSM?" muss sie fragen. Wobei sie diese seltsame Buchstabenkombination kaum aussprechen kann. 
Die junge Frau erklärt, dass sie einen Haussklaven habe.
"Einen Hausss---Sklaven", stutzt Heidi, "Ist das ein Mann oder eine Frau?"
Heidi Klum tut also gerade so, als habe sie von Sadomaso noch nie in ihrem Leben gehört. Der Unterschied zwischen "Sklave" und "Sklavin" scheint ihr ebenfalls nicht geläufig zu sein. Gut, man muss zugeben: Die deutsche Sprache ist eben manchmal kompliziert.

Seltsam ist allerdings, dass sich auf dem Instagram Account von Heidi Klum ein Foto findet, auf dem sie von einem Mann mit einem "naughty spoon" den Po versohlt bekommt. Was ist denn das, Heidi? Doch nicht etwa... wie heißt das gleich noch? BD...SM...?

Das Video mit der Szene kannst Du Dir hier ansehen: die Domina bei GNTM.




Donnerstag, 18. Februar 2016

Femdom Lady Sas: Leserfragen, Teil 2

Sklave H: Könnten Sie sich Vorstellen die Rolle zu wechseln? Lady Sas als Sub.
Lady Sas: Nein, definitiv nicht. Aber eine amüsante Frage, Kompliment.


Sklave H: Sie sind eine sehr verantwortungsbewusste Herrin, was mir sehr gefällt. In Ihrem Buch "Miss J. gegen Lady Sas" hat man gesehen wie schnell eine unerfahrene Herrin an eine Grenze kommt, wo es für den Sub gefährlich werden kann. Wie sollten sich Anfänger Ihrer Meinung nach informieren, damit das Spiel immer sicher bleibt? Denn nicht immer kann der Sub ein Codewort sagen.
Lady Sas: Meinst Du mit "Anfänger" die Femdom? Ich denke, eine Femdom sollte sich immer bei ihrem Sub "informieren". Sprich: ihn beobachten und auf Signale achten. Dabei kommt es nicht darauf an, ob die Dame erfahren ist oder nicht. Das muss man meiner Meinung nach grundsätzlich immer machen. Der Sub muss immer die Möglichkeit haben, sich bemerkbar machen zu können oder notfalls abzubrechen. 

Ich möchte mal ein Beispiel geben: Ich habe mal eine Szene geschildert, in der mein Sklave Toytoy in der Wohnung zurückbleibt, während Lady Judith und ich in Hamburg shoppen gehen. Toytoy liegt auf dem Rücken, hat einen Trichter im Mund, in dem "gewisse" Eiswürfel aus einer "gewissen" Flüssigkeit langsam schmelzen. Es wäre theoretisch sehr leicht für ihn gewesen, sich zu befreien. Das ist wichtig. Es darf nie auch nur das kleinste Risiko bestehen, wenn man nicht da ist und die Sache nicht unter Kontrolle hat. Das ist mir außerordentlich wichtig. Ich schildere das nicht immer haarklein in meinen Berichten, weil es aufhält und die Atmosphäre leidet. Aber ich achte immer sehr darauf.

Was kann der Sub tun? Nun, am wichtigsten ist wohl, sich nur einer Dame anzuvertrauen, zu der er absolutes Vertrauen hat. Er kann auch vor der Session mit ihr vereinbaren, dass er nicht geknebelt werden darf und notfalls mit einem Codeword abbrechen kann. 

Ich tausche mich mit vielen Lesern aus, die regelmäßig Profi-Studios besuchen. Von ihnen weiß ich, dass nicht alle Damen korrekt arbeiten bzw. manche Dinge einfach nicht verstehen. Wenn ein Gast sagt, er möchte keine Spuren und dann mit Striemen für 14 Tage aus der Session kommt, dann ist das nicht lustig. Deshalb mein Rat: Wichtige Dinge so lange mit der Femdom besprechen, bis sie es wirklich verstanden hat. Es gibt offenbar leider die eine oder andere Domina, die mehr in der Bluse hat als im Kopf.


Sklave H: Wie sehen Sie sich selbst im Bezug auf andere Femdoms?
Ich sehe mich als eine von vielen. Jede ist anders. Und das ist gut so.


Sklave H: Was denken Sie, macht das lange Verhältnis zwischen Ihnen und Ihrem Sklaven Toytoy aus?
Vertrauen und Respekt. Aber das alleine reicht nicht. Ich denke, er weiß, dass ich ehrgeizig bin und noch viel mit ihm vorhabe. Seine Erziehung und Ausbildung ist noch lange nicht abgeschlossen. Das weiß er und das reizt ihn außerordentlich. 


Sklave H: Woraus schöpfen Sie neue Inspiration und Ideen für Ihr Spiel.?
Aus neuen Begegnungen, aus den Interviews hier im Blog, aus SM-Seiten im Netz, aus SM-Filmen (oh ja, ich sehe mir sowas ganz gern an) und aus meiner Phantasie natürlich, die ist unerschöpflich und sprudelt munter vor sich hin. 


Sklave H: Wo und wie sehen Sie sich selbst in 5 Jahren?
Ist das ein Vorstellungsgespräch? *Lach* In 5 Jahren habe ich aus Toytoy den perfekten Sklaven gemacht – und lasse ihn mir dann von einer halb so alten Lady ausspannen. 
Aber im Ernst, ich habe nur ein einziges Ziel: Ich möchte mich weiterentwickeln. Und wenn ich weiter so positive Kommentare zu meinen Büchern bekomme, lasse ich andere auch weiter daran teilhaben. Wenn ich dagegen das Gefühl habe, es interessiert keinen, schreibe ich nichts mehr auf. So einfach ist das.


Sklave Collar: Was hatte ihr Sklave bisher von seinem Weihnachtsgeschenk? 

Er hat ja eine Muschi aus hautähnlichem Cyberskin Material bekommen, fühlt sich an wie eine Mischung aus Wackelpudding und Wachs. Klar: Er durfte die Pussy schon benutzen, wir hatten sogar schon eine Zuschauerin dabei... Es war lustig. Zumindest für uns.  


Sklave Collar: Wie ruinieren Sie seinen Orgasmus immer?

Das Prinzip ist, im entscheidenden Moment die Stimulation einzustellen, so dass der Penis quasi beim Orgasmus in der Luft hängt und nicht mehr stimuliert wird. So bleiben ihm die angenehmen Gefühle, die ein Orgasmus normalerweise mit sich bringt, versagt. Das ist jetzt etwas technisch formuliert, aber ich denke, das Prinzip wird deutlich. Für Details kannst Du gern meine Bücher konsultieren, da wird es etwas interessanter und anschaulicher geschildert. Dafür ist mein Blog aber nicht der richtige Ort.


Sklave Collar: Sind ihr Bücher nur bei Amazon zu haben?
Ja.


Über die Kommentare im Blog

Abschließend noch ein Hinweis zu den Kommentaren hier im Blog: Ich freue mich über Kommentare auf dem Blog. Ehrlich. 
Aber: Bevor Du einen abschickst, solltest Du Dich fragen, ob er inhaltlich passt und wirklich etwas zum Thema beiträgt. 

Ich schalte keine Kommentare frei, in denen Du ausschweifend über Dein Sexualleben mit Deiner Frau philosophierst. Ich weiß es zwar sehr zu schätzen, dass Du Dich einbringen willst, aber sei so gut und bleibe beim Thema und schweife nicht ab.

Außerdem ist mein Blog nicht der richtige Ort, um persönliche Kritik an meinen Interviewpartnerinnen zu üben. Für so etwas gibt es Foren. Ich finde Kritik gut und wertvoll. Wenn eine Dame nicht korrekt arbeitet, dann sollte man andere Subs darauf hinweisen und überzeugende Argumente und Tatsachen vorbringen. Aber nicht bei mir im Blog, sondern in Foren, wo um eine Bewertung und um einen Austausch in diesem Sinne geht. 

Ende der Durchsage. Ich hoffe auf Verständnis. Es ist mein Blog, also mache ich die Regeln. Fairness und Respekt für alle Seiten stehen dabei an erster Stelle. Wer das anders sieht, kann ja gerne einen Kommentar schreiben ;-) Ich habe auch nichts gegen Kritik – aber sie sollte fundiert sein. 

Hier geht es zu den Leserfragender Folge 1.


Montag, 15. Februar 2016

Cassandra van Cane: Batgirl mit Rohrstock

Cassandra van Cane
Cassandra van Cane ist eine bezaubernde junge Herrin, bei deren Anblick Sklaven erst einmal nach Luft schnappen müssen. Sich selbst beschreibt sie als "neugierig, fordernd, sadistisch und unberührbar". Eine reizvolle Kombination. Hört man sich ein bisschen um, wird nur das Beste über die Jungdomina gesagt. Ihre Ausbilderin, Herrin Ariadne, etwa meint, dass es der Suche nach einer Stecknadel im Heuhaufen gleichen würde, eine geeignete Jungdomina zu finden. Cassandra van Cane sei eine wundervolle "Stecknadel". Cassandra van Cane ist in Herrin Ariadnes Studio "Der Keller" in Zürich/Winterthur tätig. Ein Gespräch über ihre Anfänge als Domina, BDSM in der Schweiz und Pläne für die Zukunft.


Lady Sas: Liebe Cassandra van Cane, „Cane“ ist das englische Wort für Rohrstock. Hat Dein Name etwas mit einer Vorliebe dafür zu tun? Oder ist Dein Name vielleicht sogar eine Anspielung auf Cassandra Cain, eine Figur aus dem DC Comics Universum, die in die Rolle von Batgirl schlüpft? Was hat es mit Deinem Namen auf sich?
Lady Cassandra van Cane:
Da hast du sowohl als auch ins Schwarze getroffen. Das ist ja erstmal nicht so einfach einen Namen für sich zu finden, so habe ich angefangen ein bisschen mit Worten und Namen zu spielen. Cassandra stand schon mal. Das allein war mir aber nicht speziell genug. Eine Freundin von mir kam dann auf die brillante Idee: "Hey Cassandra Cain ist doch das Batgirl, und Cain klingt wie Cane, das ist doch sehr cool und passend für Dich!" So entstand dann mein Name.


Lady Sas: Wie kam es dazu, dass Du als Domina tätig bist?
Lady Cassandra van Cane:
Bisweilen hatte ich nur im privaten Bereich meine Erfahrungen gesammelt und meine Passion ausgelebt. Der Beruf Domina hatte mich jedoch immer schon sehr fasziniert, so dass ich mich nach Zusprache meines damaligen Partners entschloss einige Damen und Studios zu kontaktieren und zu fragen ob ich mal schnuppern dürfte. Es gibt ja sogar viele die eine "Ausbildung" zur Domina anbieten wie ich erfuhr.
Mein erster Anlauf war ein richtiger Griff ins Klo. Die erste Location, die ich besucht habe, war mehr Puff als das, was ich unter einem professionellem Studio verstehe, man versuchte mir gleich klarzumachen ohne GV, keine Kundschaft. Also nichts wie raus da, dachte ich. (Anmerkung von Lady Sas: GV heißt Geschlechtsverkehr)

Somit machte ich mich weiter ans Werk und habe einen glatten Glückstreffer gelandet. Ich bin mit Herrin Ariadne in Kontakt gekommen, welche mir von vornherein mit auf den Weg gab, dass man das Dominadasein nicht wirklich erlernen kann. Es ist eine Passion, die man in sich trägt und wenn diese nicht vorhanden ist, bringen auch die schönsten Knotentechniken und besten Peitschkünste nichts.
Also lud sie mich herzlich zu sich in ihr Privatstudio "der Keller" ein, wo ich mich persönlich vorstellen sollte. Dort begrüßte mich als erstes ihre Komplizin Lady Maat, die auch bis heute eine wunderbar inspirierende Person für mich darstellt.
Das Gespräch mit den beiden war für mich sehr aufschlussreich und ich durfte gleich am darauf folgenden Tag einer Session beiwohnen. Danach hatte ich dann "Blut geleckt" und war noch faszinierter von dieser Welt als zuvor. Nun ja und so nahm dann alles seinen Lauf und ging sehr schnell, dass ich bei Herrin Ariandne das Coaching genießen durfte und ich dadurch heute selber als Domina tätig bin.

 
Jungdomina Cassandra van Cane

Lady Sas: Was kickt Dich daran, eine Herrin zu sein und Sklaven zu erziehen?
Lady Cassandra van Cane:
Es kickt mich, zu sehen, wie jemand komplett zu Wachs in meinen Händen wird, sich mir hergibt, sich fallen lässt, um von mir geführt zu werden oder einfach Dinge erträgt zu meiner Belustigung.
Auch erfüllt es mich, meine Sklaven an ihre Grenzen zu bringen und diese immer wieder aufs neue auszuloten. Das schönste jedoch ist, wie ich finde, die Loyalität und Ergebenheit seiner Sklaven wahrzunehmen.


"Es kickt mich, zu sehen, wie jemand komplett zu Wachs in meinen Händen wird." – Cassandra van Cane


Lady Sas: Du zeigst auf Deiner Website offen Dein Gesicht. Wie reagiert Dein privates Umfeld darauf, dass Du als Domina arbeitest?
Lady Cassandra van Cane:
Mein privates Umfeld ist zum Glück sehr aufgeschlossen. Zwar teilt in meinen engsten Kreisen kaum jemand diese Vorlieben, doch sind alle stets interessiert und neugierig auf das, was ich so tue.


Lady Sas: Was kannst Du uns über BDSM in der Schweiz sagen? Wie gehen die Schweizer im Allgemeinen damit um?
Lady Cassandra van Cane:
Ich bin ja eigentlich Deutsche und wohne direkt an der Grenze zur Schweiz. Was ich bisher von den Schweizern kennengelernt habe, war, dass sie im Allgemeinen sehr aufgeschlossen gegenüber dem Thema BDSM sind. 

Cassandra van Cane

Lady Sas: Was fühlst Du, wenn eine Session so richtig gut läuft?
Lady Cassandra van Cane:
Befriedigung! Es ist für mich pure Befriedigung wenn ich einen glücklichen Gast verabschieden kann. Was gibt es schöneres als eine Session die richtig rund läuft? Ich habe ja aus reiner Lust entschieden als Domina zu arbeiten und das sollen meine Gäste auch merken.


Lady Sas: Auf Deiner Website findet man keine Liste von Dingen, die Du im SM-Kontext anbietest. Das ist ungewöhnlich in der BDSM-Branche. Warum gibt es so eine Liste bei Dir nicht?
Lady Cassandra van Cane:
Ich habe mich bewusst gegen so eine Liste entschieden. Eben weil fast jeder so eine Liste führt. Und zeichnet eine solche Liste nun die Qualifikationen einer guten Domina aus? Ich denke nicht. 
Wenn man als Domina arbeitet, setzt es ein gewisses Repertoire an Fähigkeiten voraus. Als wichtiger habe ich empfunden, dass klar ersichtlich ist, was es bei mir nicht gibt.


Lady Sas: Kann SM zu einer Sucht werden? Und falls ja: Was kann man dagegen tun?
Lady Cassandra van Cane:
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, ja. Ich hatte einen Partner, der immer mehr und mehr forderte bis es maßlos wurde und auch ein bisschen der Hang zur Realität verloren ging. Natürlich ist SM immer eine willkommene Flucht aus dem Alltäglichen, aber ich denke es ist wichtig, dass alles gut portioniert wird. Wie ich meine, liegt die Verantwortung bei dem Part, der es erkennt, wenn etwas maßlos wird, diesem Einhalt zu gebieten.
Was man dagegen tun kann? Ich denke Selbstreflektion ist immer sehr wichtig, und eben die Realität nicht aus dem Auge verlieren.
  

Lady Sas: Wie kommst Du auf neue Ideen, was inspiriert Dich?
Lady Cassandra van Cane:
Ich begleite nach wie vor Sessions von Herrin Ariadne und Lady Maat die mich beide immer wieder mit neuem Wissen und einen Haufen an Inspiration füllen. Zudem habe ich glücklicherweise sehr experimentierfreudige Sklaven, an denen ich mich richtig austoben kann sodass immer wieder neue Ideen in mir wachsen.
                                      

Lady Sas: Gibt es eine Erziehung, die Dir besonders im Gedächtnis geblieben ist?
Lady Cassandra van Cane:
Ja, da gibt es so einige. Ich erzähle einfach mal von der, für mich, unterhaltsamsten. Die lustigste, die mir im Gedächtnis geblieben ist, war ein Pony, das wir abgerichtet haben zu einem vorzeigbarem Dressurpferd. Der Sklave, der dabei involviert war, war einfach zu lustig und hat uns durch seine verpeilte Art und sein furchtbares Pferdewiehern einfach immer wieder so zum Lachen gebracht, dass es uns schwer gefallen ist beim Kontext zu bleiben.

 
Cassandra van Cane
Lady Sas: Wie sehen Deine Pläne für die Zukunft aus?
Lady Cassandra van Cane:
Zukünftig habe ich vor als festes Teammitglied des Kellers hauptsächlich als Domina zu arbeiten und meinen anderen Job, den ich noch habe, aufzugeben. Zudem hat Herrin Ariadne noch ein großes und spannendes Projekt vor sich in dem ich sie bestmöglich unterstützen werde.


Lady Sas: Liebe Cassandra, vielen Dank für Deine Zeit.


Hier gibt es weiter Informationen zu Cassandra van Cane.



Mittwoch, 10. Februar 2016

Leser fragen, Lady Sas antwortet. Folge 1.

Wie versprochen habe ich alle Fragen, die bei mir eingegangen sind, zu einem Interview zusammengefasst und in diesem Rahmen beantwortet. Die Reihenfolge der Fragen ist zufällig gewählt. Danke an alle Fragesteller, hat Spaß gemacht! Gerne nehme ich weitere Fragen an. Sende einfach eine höfliche E-Mail an mich. Wenn wieder genügend Fragen beisammen sind, gibt es Teil 2.


Sklave C: Gab es vielleicht zu Beginn Probleme mit dem KG bei Toytoy oder war das überhaupt kein Problem?
Lady Sas: Doch, es war schwierig für ihn, sich an dieses Teil zu gewöhnen. Da wir uns nur am Wochenende sehen, habe ich ihn ins kalte Wasser geworfen und eine Woche eingesperrt. Das war hart für ihn (oder auch nicht, kleiner Wortwitz im Zusammenhang mit dem Thema KG...), weil er es gewohnt war, seiner Lust freien Lauf lassen zu können. 
Im Übrigen ist es immer noch eine Herausforderung für Toytoy. Gerade auch, weil ich es liebe, absolut unberechenbar darin zu sein, wann er aufgesperrt wird und wann er zum Höhepunkt kommen darf. Nur, weil er aufgesperrt wird, heißt das übrigens noch lange nicht, dass er auch kommen darf. 


Sklave C: Wenn Sie zwei Wochenenden hintereinander Tease & Denial betreiben, erzählt Toytoy dann von Bauchschmerzen unter der Woche?
Lady Sas: Bauchschmerzen nicht, aber der Druck ist dann schon stark und es ist wohl ein recht unangenehmes Gefühl. So, als ob sich etwas aufgestaut hätte und raus muss. Ich denke, es sind zwar keine Schmerzen, aber er steht dann unter großem Druck.


Sklave W: Ich verfolge die Keuschheits-Übersicht Ihres Sklavens Toytoy regelmäßig auf Ihrem Blog im Menü-Punkt "Sklavenstall". Dort steht, dass der Sklave vom 12.10. bis zum 7.11. nicht abspritzen durfte. Etwas naiv gefragt: Wie hält er das aus? Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass schon eine einzige Woche schwierig ist.

Lady Sas: Du hast Recht, das geht nicht von jetzt auf sofort. Tja, gute Frage, ich suche selbst Tipps, wie man die Keuschhaltungszeit noch verlängern kann. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man die sexuelle Energie bzw. Kraft, die quasi nicht genutzt wird, auch anders nutzen kann, dann ist das auch ein kleines Ventil. Konkret meine ich, dass sich der Sklave körperlich verausgabt und besonders intensiv gefordert wird. Zum Beispiel beim Sport, beim Putzen der Wohnung oder bei einer Session.  


Kai: Mich würde interessieren, ob dich der Gedanke an ein Cuckold Szenario anspricht - spricht du dir Sex mit einem Lover vorstellen kannst, während Toyboy verschlossen zuschauen muss. 
Lady Sas: Ja, das ist ein grundsätzlich durchaus reizvoller Gedanke. Wobei mir das "Zuschauen" nicht gefällt. Besser fände ich es, wenn er vor der Türe kniet und verschlossen zuhören muss. 



Simone: Welche Tipps kannst Du Anfängerinnen machen, die ihre dominante Seite gerade erst entdecken?
Lady Sas: Informieren, informieren, informieren! Bücher lesen (am besten meine, schmunzel), Filme gucken und im Internet schlau machen. Erst, wenn man wirklich Bescheid weiß, sollte man sich in die Praxis wagen. Das erleichtert die ersten Schritte ungemein. Dann: Lernen, Befehle zu geben. Kein "Könntest du dich bitte hinknien?", sondern einfach: "Hinknien!". Das als kurzer Einsteigertipp. Sehr hilfreich ist auch, sich am Anfang eine erfahrene Freundin zu suchen, von der man lernen kann.


Rolf: Wann haben Sie zum ersten Mal gemerkt, dass Sie dominant sind?
Lady Sas: Das kann niemand besser beantworten als mein erstes Buch "Plötzlich Domina".


Rolf: Wie hat es sich für Sie angefühlt, als Sie zum ersten Mal einen Menschen geschlagen haben?
Lady Sas: Ich fand es eine interessante Erfahrung, weil es diesem Menschen augenscheinlich gefallen hat. Später wurde Lust daraus. Übrigens: Ich schlage nur Sklaven, denen das gefällt. 


Rolf: Was fühlen Sie, wenn Sie merken, dass Sie an die Grenzen des Subs kommen?
Lady Sas: Je weiter man kommt, desto interessanter ist es. Nachdem ich schon länger in der BDSM Welt zuhause bin, genieße ich es, immer wieder in neue Grenzregionen vorzudringen. Ich liebe es, das Gefühl zu haben, mich weiterzuentwickeln. Und das geht am besten, indem man etwas Neues ausprobiert.


Rolf: Wie denken Sie, würde Ihre Umgebung reagieren, wenn sie erfährt, dass Sie Domina sind?
Lady Sas: Wahrscheinlich würde meine Familie gar nicht so aufgebracht reagieren, wie ich immer denke. Wir sind da eher liberal eingestellt. Trotzdem hätte ich Sorge, meine Tochter zu irritieren. Sie soll mich in dieser Beziehung nicht unbedingt als Vorbild nehmen. Aber im Büro gäbe es sicher viel Gerede, gerade bei den Frauen. 


Rolf: Welche Dinge möchten Sie im SM-Bereich noch erleben?
Lady Sas: Ich bin ganz zufrieden mit meiner Entwicklung, denke aber, dass ich noch viel, viel mehr erleben kann. Was konkret, wird die Zukunft zeigen. Aber ich bin mir sicher: Es gibt noch jede Menge zu entdecken!


Rolf: Warum machen Sie Interviews mit Dominas?
Lady Sas: Aus Interesse und um zu lernen. Mich interessiert, wie andere dominante Damen die Dinge sehen und einordnen. Wer zuhören kann, ist klar im Vorteil. Da kann man einiges lernen.


Lady W.: Eine sehr intime Frage, weil es mich einfach interessiert. Hast Du auch normalen Sex mit Deinem Sklaven?
Lady Sas: Nein, ich schlafe nicht mit ihm. Es ist eine reine BDSM-Beziehung und wir wohnen auch nicht zusammen. Toytoy und ich spielen nur am Wochenende. Dann aber 24/2 sozusagen.


Lady W.: Fordert dich dein Sklave manchmal heraus? Und wenn ja: Wie reagierst Du darauf?
Lady Sas: Ja, es testet immer mal wieder, was er sich erlauben kann. Auf so etwas reagiere ich sofort. Meistens mit einer Ohrfeige.


T.: Kann man Sie eigentlich zu einem angemessenen Tribut für eine Session buchen? Ich wüsste da jemanden, der das gern ausprobieren möchte: mich.
Lady Sas: Lieber T., danke für Dein Interesse, aber ich erziehe nicht gegen Tribut. Das ist auch keine Frage des Geldes, sondern eine Frage der Einstellung. Wenn ich Geld nehmen würde, wäre damit eine Erwartungshaltung verbunden. Und ich erziehe so, wie ICH es möchte. Da will ich 100%ig unabhängig sein.


Hier geht es zu den Leserfragen der Folge 2.


Montag, 8. Februar 2016

Highclass Fetish Escort: Blick hinter die Kulissen




Michelle und Jasmin
"Highclass Fetish Escort – Bei uns werden Ihre geheimsten Träume wahr" verspricht die Website. Was steckt hinter der "Fetish Escort Vermittlungsagentur für Damen und Herren der Extraklasse"? Die Agentur vermittelt sowohl aktive als auch passive Gespielinnen sowie Gays – zu einem selbstbewussten Preis. Ein Gespräch mit Michelle, einem der beiden attraktiven Köpfe hinter der Neugründung.


Lady Sas: Liebe Michelle, Du betreibst den Highclass Fetish Escort, "Ihre Fetisch Escort Vermittlungsagentur für Damen und Herren der Extraklasse". Mich interessiert, welchen Hintergrund Du mitbringst und wie Du auf diese Idee kamst?

Michelle: Hallo Saskia. Danke, dass du uns die Möglichkeit gibst etwas über uns und zu erzählen. Tatsächlich hatten wir uns einiges dabei gedacht, als meine Kollegin Jasmin und ich diese Agentur Anfang 2015 gegründet haben. Wir beide waren davor bereits in diesem Bereich tätig und wussten dadurch sehr genau, was wir dabei beachten müssen und welche Verantwortung und Arbeit auf uns zukommen würde. Jasmin ging es in erster Linie darum ihr breites Wissen, das sie über ein Jahrzehnt gesammelt hatte, weiterzugeben. Ich bin durch Zufall in den Fetish Escort hineingestolpert und war überrascht auf wie viele Dinge man am Anfang Acht geben muss. Plötzlich eröffnete sich mir eine neue fremde Welt, die mich zwar faszinierte, jedoch auch anfangs sehr überforderte. Ich hatte das Glück gleich zu Beginn die richtigen Leute zu treffen und wurde liebevoll an die Hand genommen. Dieses Gefühl der Wärme und Freundschaft wird in diesem Bereich nicht als Selbstverständlichkeit angesehen.


Jede Dame, die in diesem Bereich arbeitet, weiß, dass man leider oft das Problem hat sich nicht austauschen zu können. Ich wollte aber genau dieses Glück, welches mir zuteil wurde, weitergeben. Wir wollten mehr sein als “nur eine Vermittlungsagentur“. Eher eine kleine Gemeinschaft, die für alles ein offenes Ohr hat und tatkräftig dabei hilft ein Treffen so entspannt wie möglich zu gestalten. Den Damen die Wärme weiterzugeben, verbunden mit einem breiten Wissensspektrum. Uns ist es wichtig, dass die Damen die Möglichkeit bekommen ihre Leidenschaft voll auszuleben und nur die Treffen anzunehmen, die auch zu ihnen passen. Und das geht nur mit Vertrautheit und einer Freundschaft, in der man viel über seine Damen weiß.



Lady Sas: Auch der Hintergrund Deiner Geschäftspartnerin Jasmin interessiert mich. Was kannst Du uns über Jasmin verraten?

Michelle: Wie bereits erwähnt, hat Jasmin eine längere Vergangenheit als ich in dem Geschäftsfeld und verfügt über einen großen Wissensschatz, aus dem all unsere Damen nur profitieren können. Sie war es, die mich damals in die Welt des BDSM & Fetisch eingeführt und mich mit vielem vertraut gemacht hatte. Heute, nach vielen Jahren, sind wir nicht nur Kolleginnen, sondern auch enge Freunde geworden. Wir besuchen gemeinsam Fetisch Partys und informieren uns stets über Innovationen aus der Szene. Charakterlich gesehen könnten wir nicht unterschiedlicher sein. Aber genau deshalb ergänzen wir uns sehr gut und haben in der Agentur unsere Plätze gefunden. Ich bin in erster Linie für Kommunikation und alles Kreative zuständig. Jasmin ist für die Akquise verantwortlich und kümmert sich um Marketing, Verwaltung und Finanzen.


Lady Sas: Über Herrin Mirabelle heißt es auf Deiner Website: "Es gibt wohl kaum ein größeres Vergnügen im Universum, als sich von ihr züchtigen zu lassen". Woher weißt Du, was die Damen können?

Michelle: Wir führen mit jeder unserer Damen vorab intensive Gespräche und hatten sogar das Vergnügen selbst mit einigen der Damen spielen zu dürfen. Wir haben einen ausführlichen Fragebogen, die jede Dame zu Beginn bei uns ausfüllen muss. Dort werden penibel alle Vorlieben und Neigungen abgeklopft. Nachdem wir uns ein gutes Bild machen konnten, erstellen wir liebevoll ein Profil. In den Texten versuchen wir die Person in Worten zu erfassen und stehen natürlich den Kunden für alles Rede und Antwort. Jedoch bleibt ein Profil immer organisch und wächst mit der Zeit. Jeder Mensch entwickelt sich fortwährend und aus diesem Grund versuchen wir stets im engen Kontakt mit den Damen zu bleiben, um gegebenenfalls das Profil zu optimieren.



Highclass Fetish Escort: Wir wollten mehr sein als "nur eine Vermittlungsagentur".

Jasmin von Highclass Fetish Escort




Lady Sas: Welche Voraussetzungen muss eine Herrin mitbringen, um bei Dir arbeiten zu können?
Michelle: Als dominante Dame muss man einiges an Erfahrung und Equipment haben. Es gibt vieles, auf das man achten muss und das nur langsam erlernt werden kann. Daher ist es uns bei unseren Damen wichtig, seien sie aktiv oder passiv, dass sie diese Leidenschaften auch privat ausleben. Nur dann ist es auch authentisch.
Jede dominante Dame muss die Spielarten, die sie anbietet perfekt beherrschen und sie mit Leidenschaft und Erotik kombinieren können. Eine kalte und unberührbare Domina oder eine blutige Anfängerin entspricht leider nicht unserem Profil.



Lady Sas: Bekommst Du viele Bewerbungen? Und wie läuft ein Casting ab?
Michelle: Jeder Anfang ist schwer. Wir haben anfangs vor allem in unserem privaten Umfeld die Augen offengehalten und Bekannte mit in unsere Agentur aufgenommen. Nun sind wir aber bereits an dem Punkt, wo viele Damen sich von sich aus bewerben. Wenn uns der Anblick und die Selbstbeschreibung ansprechen, führen wir sehr lange individuelle Gespräche mit Ihnen. Dort geben wir den Damen dann auch die Gelegenheit uns auszufragen. Es geschieht erst telefonisch, gefolgt von persönlichen Treffen. Es bedarf schon einiges an Zeit und Aufwand, um sich bezüglich der Ernsthaftigkeit des Engagements und Chemie sicher zu sein. Die Dame muss sich bei uns wohl fühlen, um uns gegenüber Vertrauen aufbauen zu können. Wenn sich beide Parteien über alles einig werden, vereinbaren wir einen Fototermin, an dem wir selbstverständlich auch anwesend sind, parallel wird ihr Profil erstellt.


Lady Sas: Gold Rate, 2 Stunden, 800 €. Wie viel von der Summe kommen tatsächlich bei der Herrin an und wie viel bekommt die Agentur?
Michelle: Wir behalten 30 Prozent des Honorars ein. Damit ist es aber auch schon getan. Dafür bekommen unsere Damen eine Rundumbetreuung. Wir kümmern uns um die Vermittlung, Buchung, Planung ihrer Reise, Sicherheit, Werbung und persönliche Bedürfnisse. Nicht selten begleiten wir unsere Damen auch beim Shoppen oder betreiben Seelsorge vor und nach dem Date.


Lady Sas: Diskretion ist ein zentrales Thema im Escort. Nehmen wir an, ein Kunde ruft Dich an, es ist aber gerade besetzt. Rufst Du ihn zurück? Oder macht man das nicht, da die Ehefrau rangehen oder Fragen stellen könnte?
Michelle: Das ist eine gute Frage und ist immer situationsabhängig. Grundsätzlich hast Du es ganz gut erfasst. Wir rufen die Kunden nicht an, es sei denn, es ausdrücklich erwünscht.
Haben wir uns nur um eine kurze Zeitspanne von einigen Sekunden verpasst, rufe ich zurück. Sobald ich aber denke, dass der Kunde das Handy bereits aus der Hand gelegt haben könnte, hoffe ich eben auf einen erneuten Anruf.
Es hat auch einiges mit dem Bauchgefühl zu tun. Habe ich das Gefühl, der Kunde passe nicht zu seiner favorisierten Dame oder wenn er schon im Gespräch seltsam wirkt, leite ich ihn weiter oder mache ihm klar, dass wir nicht das bieten, was er sich wünscht.


Lady Sas: Manche Damen bieten auch einen devoten Service an. Wie stellst Du sicher, dass sie dabei nicht verletzt oder gefährdet werden?
Michelle: Durch unsere Gespräche stellen wir sicher, wo die Grenzen unserer Damen liegen und versuchen diese dem Kunden so gut es geht zu vermitteln. Auch hier ist es uns wichtig, dass die Damen nur das Anbieten, was sie auch wirklich mögen und auch dem Kunden deutlich machen können, wo ihre Grenzen liegen. Zudem müssen sich die Damen immer in regelmäßigen Abständen bei uns melden. Passiert das nicht, kann es schon vorkommen, dass zur Not sogar die Polizei gerufen wird. Es bleibt selbstverständlich immer ein kleines Risiko. Zum Glück ist aber keiner unserer Damen jemals etwas zugestoßen.


Lady Sas: Bei einem Date im Hotel muss man meistens an der Rezeption vorbei. Ist das ein Problem? Erkennen Hotelmitarbeiter solche Escort-Dates?
Michelle: Unsere Damen sind gebildete elegante Damen. Sie ziehen Blicke auf sich durch ihre Schönheit, sind aber meist unauffällig gekleidet so das Sie nicht als Escort auffallen. Meist ist es das, was Sie darunter tragen oder was Sie in ihrem Trolley verstecken, was den Unterschied zu einer normalen Geschäftsdame ausmacht.


Lady Sas: Bei Pretty Woman kommt es zur großen Liebe. Alles nur eine Hollywood-Geschichte oder hast Du wirklich schon einmal gehört, dass es bei einem Escort-Date gefunkt hat?
Michelle: Natürlich kann so etwas vorkommen. Wir sind alle nur Menschen. In erster Linie ist dies aber ein Job, bei dem wir strikt trennen können zwischen Liebe und Leidenschaft.


Lady Sas: Gibt es eine Nachbesprechung zu Terminen? Was gut lief, was verbesserungswürdig wäre?
Michelle: Meist telefonieren wir mit den Damen und erkundigen uns nach ihrem Wohlbefinden. Wenn die Damen das wünschen, besprechen wir gerne das Date mit ihnen, geben eventuell Hilfestellung, Bestätigung oder Trost. Das gilt aber gleichermaßen auch für unsere Kunden. Ein Feedback ist unseren Damen und uns immer sehr wichtig, damit wir unseren Service noch weiter optimieren können.


Lady Sas: Wie sehen Deine Pläne für die Zukunft aus?
Michelle: In den nächsten Monaten wird es unsere Seite auch in einer englischen Version geben, damit wir dann international Fuß fassen können. Leider müssen wir uns von ein paar Damen verabschieden, da diese meist beruflich eine Wandlung vollziehen. Aber wir dürfen demnächst auch neue Damen begrüßen. Unser Plan ist es vor allem Stabilität und weiteres Wachstum in unsere doch noch sehr neue Agentur zu bringen.


Lady Sas: Vielen Dank für das Interview.
Mehr Informationen zur Agentur gibt es auf der Website: Highclass Fetish Escort.

Hier noch zwei interessante Bücher zum Thema Escort.
Im ersten Buch plaudert Ex-Edel-Escort Vanessa Eden aus dem Nähkästchen. (Warum das E-Book 4 € teurer ist als die druckte Ausgabe, verstehe ich allerdings nicht so ganz...)

Vanessa Edens Escort-Buch















Im zweiten Buch "Geschichte der jO" von Johanna Koltai berichtet eine submissive Dame über ihren ersten Escort-Auftrag in einem Berliner Luxushotel und ihre Erziehung zur O.


Geschichte der jO