Mittwoch, 29. Juni 2016

Mistress Kristin: Meisterin der Rollenspiele

Mistress Kristin als klassische Domina
Die menschliche Psyche ist immer wieder faszinierend. In BDSM-Rollenspielen können sich Erwachsene ausleben und inneren Wünschen nachgehen. In der Phantasie ist schließlich nahezu alles möglich. Mistress Kristin erweckt Phantasien nicht nur im schwarzen und im weißen Bereich zum Leben, sondern bietet auch Pig Play an. Was es mit dieser Art von Rollenspielen auf sich hat, verrät uns die attraktive, erfahrene Lady im Interview.


Mistress Kristin im Interview


Lady Sas: Liebe Kristin wie kommt es, dass Du als Domina tätig bist?
Mistress Kristin:
Eigentlich war mir schon relativ früh klar, dass ich gerne sage, wo es lang geht. Schon beim Cowboy- und Indianer-Spielen im Kindesalter... Das entwickelte sich mit der Zeit und lange lebte ich meine Neigungen im BDSM-Bereich auf privater Ebene aus. Als ich dann 2009 durch Zufall eine heute liebgewonnene Freundin kennen lernte, die dazumal ein SM-Studio hatte, bot sich die Möglichkeit, als professionelle Domina tätig zu sein. Hätte man mir vor 20 Jahren gesagt, ich würde mal als Domina tätig sein, hätte ich es nicht geglaubt... Man hat ja oftmals ein gewisses Klischee im Kopf...


Lady Sas: Was macht für Dich den besonderen Reiz aus, Männer zu dominieren?
Mistress Kristin:
Zunächst einmal finde ich es bereichernd, Menschen generell auf Augenhöhe zu begegnen. Ich schätze vor allem Intellekt, Charakter und Humor. Je stärker dessen Ausprägung, desto reizvoller ist es für mich, den Zeitpunkt zu bestimmen, ab wann das Machtgefälle beginnt... Das Spiel mit der Psyche, das subtile Vorbereiten des Gegenübers auf das, was kommt, ohne dass die Person es merkt und plötzlich ist man mittendrin. Das kickt mich einfach und ist jedes Mal völlig unterschiedlich.


Lady Sas: Du arbeitest in einem normalen Beruf, zeigst Dich aber mit Gesicht auf Deiner Website. Wie geht Dein privates und berufliches Umfeld damit um, dass Du als Domina tätig bist?
Mistress Kristin:
Nun, wenn jemand meine Seite besucht, hat es seinen Grund. Meine Seite wird nicht durch Zufall gefunden... und ich habe kein Problem damit, öffentlich zu zeigen, was ich so tue... Ich sehe es nicht als verwerflich oder schädlich an, im Gegenteil. Ich habe bisher noch keine negativen Erfahrungen gemacht, weder beruflich noch privat.


Lady Sas: Eine Spezialität von Dir ist das Rollenspiel „Metzgerin und Schwein“. Worin liegt für Männer der Reiz darin, in die Rolle eines Schweines zu schlüpfen?
Mistress Kristin:
Es ist vom Grundprinzip ein Rollenspiel wie andere auch: Die Metzgerin dominiert das Schwein. Der Mensch in der Rolle des Schweins liefert sich ganz aus, sogar bis zur Schlachtung, sozusagen komplett, denn mehr als symbolisch das Leben geben, geht eben nicht. Bei manchen steht das "schweinische" an sich im Vordergrund, als Sau einfach alles zu dürfen, nackt sein, schweinisch sein, sich auf dem Boden rumsuhlen usw. Bei anderen steht der Gedanke dahinter, dass ein Mann, wenn er eine Frau sieht, nicht anders kann, als völlig zu verschweinen und bis zum letzten ausgeliefert zu sein. Wieder andere finden den Kontrast einer hübschen Frau zum derben Metzgerhandwerk anregend. Es ist völlig unterschiedlich, was meine Spielpartner da so bewegt. Allen gemeinsam ist sicherlich, dass die vermenschlichten Charakterzüge des Tieres nachgeahmt werden: ein Schwein ist dick, fett, dreckig, liegt im Stroh und frisst, ist keinem äußeren Zwang unterworfen und dient allein dem Fleischgewinn, wird betastet, begutachtet und gemästet. Bei mir im speziellen ist wohl noch zusätzlich der Reiz, dass ich in Wirklichkeit schlachten kann und darf. Das scheint das Kopfkino zusätzlich anzuregen.

Mistress Kristin

Lady Sas: Bei diesem BDSM-Rollenspiel „Metzgerin und Schwein“ kann es zu Scheinschlachtungen kommen (Achtung, nur ein Rollenspiel!). Hast Du eine Ahnung, was psychologisch hinter so einem Wunsch steht?  
Mistress Kristin:
Ich möchte mich mit psychologischen Einschätzungen nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Es ist jedenfalls nicht so, dass einer meiner Spielpartner je einen realen Todeswunsch gehabt hätte. (Wenngleich ich auch schon solche Anfragen hatte, die jedoch jedweder Diskussion entbehren.) Mir ist aufgefallen, dass im Querschnitt aus den Schilderungen meiner diesbezüglich orientierten Spielpartner häufig  einschlägige Erlebnisse in der frühen Pubertät liegen, die mit Metzger/Schlachtung/Schlachthaus oder ähnlichem zu tun haben. Sicherlich findet dann eine Prägung statt, bei der anfängliche Sexualität mit bestimmten Erlebnissen/Ereignissen verknüpft und später dann "nachgespielt" wird. Im Grunde so, wie bei jedem von uns ein Fetisch entstehen kann. Bei dem einen sind es rote Fingernägel und High Heels, bei dem anderen die Gummischürze bei der Metzgerin. Ich denke, wichtig ist nicht, WARUM ein (sexueller) Wunsch besteht, sondern OB er realisiert wird und WIE er letztlich befriedigt werden kann. Gerade bei einem so ausgefallenen Rollenspiel wie der Scheinschlachtung beobachte ich anfangs regelrechte "Gewissensbisse" und Vermeidungsstrategien, die mitunter über Jahre praktiziert wurden, bevor endlich der Weg zum Ausleben der Fantasie eingeschlagen wurde. Das sind teilweise regelrechte Torturen, bis man bei mir "landet".


Mistress Kristin: Im Prinzip ist mir nichts fremd.



Lady Sas: Du bist seit vielen Jahren Domina. Gibt es Wünsche von Gästen, die Dich immer noch überraschen? Falls ja, kannst Du uns ein Beispiel nennen?
Mistress Kristin:
Wünsche, die mich überraschen? Im Prinzip ist mir nichts fremd und ich betrachte es als großen Vertrauensbeweis, wenn mir jemand sein Innerstes darlegt und Fantasien mitteilt.
Eine Sache jedoch hat mich sehr nachdenklich gemacht, da ich den Wunsch einfach nicht nachvollziehen konnte: Ich sollte auf Video festhalten, wie ich das Foto der Exfrau verbrenne und, jetzt kommt das Überraschende, das Foto und den Teddybären des gemeinsamen Sohnes. Mag sein, dass es ein Fake war, jedenfalls hatte ich damals den Gast abgelehnt.


Lady Sas: Wie wichtig ist deinen Gästen ein Orgasmus am Ende der Session? Gehört das immer dazu oder ist es nicht so wichtig?
Mistress Kristin:
Ein Höhepunkt ist nicht bei allen Gästen wichtig. Manche nehmen sich das Erlebte mit nach Hause und machen es sich dann selbst. Aber im Grunde ist es schon so, dass gegen Ende der Session irgendwo ein Orgasmus angesiedelt ist.

Mistress Kristin

Lady Sas: Gab es eine Erziehung, die Dir besonders im Gedächtnis geblieben ist?
Mistress Kristin:
Es gibt sehr viele, ganz unterschiedliche Spiele, die mir noch heute ein zufriedenes Lächeln auf die Lippen zaubern. Jedes einzelne hat seine Berechtigung und müsste dann hier erwähnt werden. Das würde den Rahmen eindeutig sprengen...


Lady Sas: Als Herrin wirst du verehrt und vergöttert. Besteht da nicht die Gefahr, dass man arrogant und hochnäsig wird, sich tatsächlich für die Beste und Schönste hält?
Mistress Kristin:
Diese Gefahr besteht sicherlich... wenn man nicht genügend nachdenkt... (lächelt). Ich halte mich steht's an folgendes Motto: Nehmen und Geben! Ich werde verehrt und vergöttert weil ich im Gegenzug die passive Seite als Geschenk betrachte. Ohne den Gegenpart könnte ich nicht meine eigene Neigung ausleben. Es ist also quasi eine Art Symbiose. Ist man sich dessen bewusst, besteht nie die Gefahr, arrogant oder hochnäsig zu werden.


Lady Sas: Erzähle uns ein bisschen über die private Kristin. Was machst Du in Deiner Freizeit?
Mistress Kristin:
Ich mache gerne Sport, liebe die Natur, genieße verschiedene kulturelle Ereignisse von regionalem Weinfest bis hin zur Oper. Außerdem koche ich gerne asiatisch und fahre Motorrad, wenn es meine Zeit erlaubt. Ich mag das Meer genauso wie die verschneiten Berge und verbringe viel Zeit mit meinem Hund. Ansonsten ist mir Familie absolut wichtig, da habe ich recht konservative Vorstellungen.


Lady Sas: Wie sehen Deine Pläne für die Zukunft aus?
Mistress Kristin:

Also ich stehe ja momentan endlich am Ziel meiner Träume: Ich werde Ende Juni 2016 mein eigenes Domizil eröffnen, habe da viel Liebe und Zeit investiert, um verschiedene Themenräume zu gestalten. Ich wünsche mir natürlich, dass es Anklang findet. Ansonsten freue ich mich auf erfüllende, geile Sessions und blicke sehr zufrieden in die Zukunft. Ich lebe auch weiterhin nach dem Motto: Alles, was Welt genannt wird, ist in Deinem Kopf - und sonst nirgends. Also mach was draus!

Lady Sas: Vielen Dank für diese interessanten Einblicke.





Montag, 20. Juni 2016

Tease & Denial mit einer Überraschung

Wer meinen Femdom Blog schon ein Weilchen liest, weiß: Ich experimentiere gerne mit dem Thema Keuschhaltung. Wenn mein Sklave Toytoy am Wochenende bei mir ist, hat er die Chance, aus seiner CB 6000 Keuschheitsschelle befreit zu werden und sich zu erleichtern, wenn ich es erlaube. Allerdings bin ich dabei gerne völlig unberechenbar, wie die Aufstellung über Toytoys Keuschhaltung zeigt: 
http://domina-lady-sas.blogspot.de/p/mein-sklavenstall.html


Tease & Denial in der Praxis

Es bereitet mir großes Vergnügen, zu sehen, wie er nach einigen Tagen im KG jeder noch so kleinen Berührung entgegenfiebert. Der Spaß bei Tease & Denial liegt darin, ihn erst zu reizen – um ihn dann doch nicht zum Höhepunkt kommen zu lassen und frustriert wieder wegzusperren. Absolut entscheidend ist es dabei, ihn wirklich bis zuletzt im Unklaren zu lassen, ob er kommen darf oder nicht. Wenn er es sich ausrechnen kann, dann ist der Spaß weg.
Eine Möglichkeit, das Teasen auszuführen, ist zum Beispiel High-Heels und Strümpfe anzuziehen und damit seinen KG oder sogar den Penis direkt zu stimulieren.

Am 12.6. kam es dabei zu etwas, das ich so noch nicht erlebt habe: Ich hatte Toytoy mit den bestrumpften Füßen am nackten Penis geteased und den Reiz dann wieder eingestellt. Er kniete vor mir und hatte die Hände hinter dem Kopf. Ich hatte den Fuß bestimmt schon seit 15 oder 20 Sekunden von ihm weggenommen, da stöhnte er plötzlich auf und das Sperma schoss aus ihm heraus. Natürlich habe ich ihn entsprechend bestraft, da soetwas ohne Erlaubnis nicht akzeptabel ist. Aber darum geht es mir nicht. Mir geht es darum, dass der Orgasmus ausgelöst wurde ohne dass ich ihn unmittelbar berührt habe. Ich nehme an, der visuelle Reiz meiner Füße hat ihn so stark stimuliert, dass er sich nicht mehr beherrschen konnte. Sehr interessant. Gibt es ähnliche Erfahrungen mit Tease & Denial?

Herzlich,
Lady Sas 


Freitag, 3. Juni 2016

Sklavenvertrag zum 5jährigen

Absolute Hingabe muss belohnt werden.
Heute wird es sehr persönlich. Wie viele Leserinnen und Leser wissen, habe ich meinen Sklaven Toytoy seit Februar 2011. Im Februar hatten wir also 5jähriges. Ich habe lange intensiv überlegt, wie ich dieses Jubiläum angemessen würdigen kann. In meinem Buch "48 Stunden BDSM" berichte ich ja zum Beispiel über ein Tattoo zur Kennzeichnung des Sklaven, das im Gespräch war. Am Ende habe ich mich aber für etwas anderes entschieden, was die Verbindung zwischen uns offiziell zum Ausdruck bringen soll. Lange hatte ich keine Idee, was ich machen könnte und die Fragen von Freundinnen waren mir unangenehm, die immer wissen wollten: Na, was machst du denn nun zum 5jährigen? Hast du dir schon etwas einfallen lassen? Nein, hatte ich leider nicht, denn um ehrlich zu sein: Mir fiel einfach nichts Angemessenes ein. Doch nun hatte ich doch die passende Idee. 


Sklavenvertrag

Und so habe ich am letzten Sonntag – also einen Tag nach der kleinen Party mit Lady Cornelitas – das getan, was ich im Februar leider noch nicht geschafft habe. Ganz einfach aus dem Grund, weil mir die Idee dazu gefehlt hat. Ich habe meinem Sklaven Toytoy einen Sklavenvertrag vorgelegt und wir haben ihn beide im Beisein von Lady Cornelitas unterzeichnet. 

Sicher: Mir ist klar, dass solche Sklavenverträge vor einem Gericht keinerlei Gültigkeit haben. Aber darum geht es auch nicht. Es geht darum, die Regeln, die sich über die fünf Jahre herausgebildet haben haben, schriftlich festzuhalten und offiziell zu dokumentieren, dass Toytoy als mein Sklave dient und exklusiv an mich gebunden ist. Ich denke, viel länger als 5 Jahre sollte eine Probezeit wirklich nicht gehen ;-)

Ich kann sagen, dass Toytoy überglücklich war und davon positiv überrascht worden ist. Einen letzten Test hatte er ja erst am Samstag erfolgreich überstanden, als Cornelitas und ich ihn bei der kleinen Party haben links liegen lassen und mit den anderen Sklaven gespielt haben. Er hat das sehr brav ausgehalten und ich bin wirklich außerordentlich stolz, ihn als meinen Sklaven zu haben. Seine absolute Verehrung macht mich immer wieder glücklich. 

Lady Sas

PS: Mehr über Toytoy gibt es unter dem Punkt Mein Sklavenstall. 
Hier dokumentiere ich auch detailliert seine Keuschhaltung.

PPS: Lass mich gern wissen, was Du vom Vertrag hältst. Schreibe einen Kommentar unter diesem Beitrag oder eine E-Mail an mich (madamesaskia@web.de).

Sklavenvertrag

Zweck und Gegenstand des Vertrags.
Der Sklavenvertrag wird am Sonntag, 29. Mai 2016, zwischen Lady Sas und Sklave Toytoy geschlossen. Anwesende Zeugin ist Lady Cornelitas.

Es ist den Vertragsparteien bewusst, dass der Vertrag vor einem Gericht keine Geltung hat. Der Vertrag soll vielmehr die Regeln, die sich seit Februar 2011 im SM-Spiel herausgebildet haben, schriftlich fixieren und beiden Vertragsparteien klar vor Augen führen. Der Vertrag regelt die SM-Spielbeziehung beider Vertragsparteien, die seit Februar 2011 besteht. Es ist ein SM-Spiel-Vertrag unter Erwachsenen, aus freiem Willen heraus geschlossen. Der Kontrakt dient ebenfalls dazu, offiziell zu dokumentieren, dass der Sklave Eigentum der Herrin ist.

Rechte der Herrin
Lady Sas hat das Recht, den Sklaven so zu erziehen, wie sie es für richtig hält. Dabei darf sie sämtliche Praktiken anwenden solange diese nicht gegen die Tabus des Sklaven verstoßen (Tabus: siehe weiter unten). Sie kann den Sklaven so demütigen wie es ihr gefällt. Lady Sas kann absoluten Gehorsam und devotes, respektvolles Verhalten vom Sklaven verlangen. Die Herrin hat das Recht, den Sklaven für Arbeiten aller Art heranzuziehen, zum Beispiel im Haushalt. 

Pflichten der Herrin
Die Herrin hat darauf zu achten, dass der Sklave im Rahmen der Erziehung keine dauerhaften Spuren erhält und muss sicherstellen, dass seine Gesundheit und Anonymität in der Öffentlichkeit zu jeder Zeit sichergestellt ist. Schaden von dritter Seite hat Lady Sas gewissenhaft abzuwehren. Sie ist für die Gesundheit und Schadloshaltung des Sklaven verantwortlich. Die Herrin hat zudem die Verantwortung dafür, den Sklaven vor sich selbst zu schützen, wenn er übereifrig ist und sich zuviel zumutet. 

Rechte des Sklaven
Der Sklave hat das Recht auf körperliche Unversehrtheit und Gesundheit. Erziehungsspuren hat er zu erdulden, aber dauerhafte Spuren sind unzulässig und tabu. Der Sklave hat das Recht, Befehle abzulehnen, wenn er dadurch gefährdet werden würde. Auch wenn ein Outing droht, darf er den Befehl verweigern. Er darf sich ebenfalls wehren, wenn seine Tabus verletzt werden sollen. Für Weigerungen dieser Art darf der Sklave nicht bestraft werden. Der Sklave hat jederzeit das Recht, die Herrin zu fragen, ob er auf die Toilette gehen darf. Die Herrin sichert dem Sklaven zu, dass er seinen Beruf und sein öffentliches soziales Leben frei und ungestört ausüben kann.

Pflichten des Sklaven
Der Sklave ist sich jederzeit bewusst, was es für ein Privileg ist, Lady Sas als Sklave dienen zu dürfen. Befehle hat er sofort ohne zu Zögern und ohne Rückfragen devot auszuführen. Der Sklave hat mit aller Leidenschaft dafür zu sorgen, Lady Sas das Leben angenehmer zu gestalten. Bei allen Arbeiten, zum Beispiel im Haushalt, hat der Sklave sein Bestes zu geben. 
Lady Sas ist stets zu Siezen und respektvoll zu behandeln. Dies gilt auch für alle anderen dominanten Personen, denen der Sklave begegnet. Er hat sich nach den Gepflogenheiten einer klassischen Herrin-Sklave-Beziehung zu verhalten. Das schließt zum Beispiel die Sklavengrundstellung ein oder die Begrüßung von dominanten Personen mit Fußkuss. Der Sklave hat sich immer so zu verhalten, dass die Herrin stolz auf ihn ist und man seine langjährige Erziehung durch Lady Sas positiv bemerkt. Der Sklave hat den Kontakt wochentags auf ein absolutes Minimum zu beschränken, damit sich die Herrin ganz auf ihren Beruf und ihr soziales Leben konzentrieren kann.

Besondere Punkte

Exklusivität
Der Sklave bindet sich durch den Vertrag exklusiv an Lady Sas und ist offiziell ihr Sklave und Eigentum. Es ist ihm nicht erlaubt, mit anderen sexuellen oder bizarr-erotischen Kontakt einzugehen. Dies betrifft ganz besonders Profidominas. Es ist dem Sklaven ausdrücklich verboten, andere Frauen anzusprechen, anzuschreiben oder auf andere Weise mit ihnen Kontakt aufzunehmen. Kontaktanfragen hat er sofort an Lady Sas weiterzuleiten.
Lady Sas dagegen ist ausdrücklich nicht exklusiv an den Sklaven gebunden. Es steht ihr frei, sich mit anderen zu treffen wie es ihr beliebt und mit anderen Beziehungen einzugehen. Sie kann auch nach Belieben andere Personen zu sich einladen und sogar im Beisein des Sklaven mit anderen Subs spielen. Der Sklave hat das ohne Murren oder Eifersucht hinzunehmen. Der Sklave erkennt ausdrücklich an, dass er nur ein Sklave von Lady Sas ist und ihr nur im Rahmen einer SM-Spielbeziehung dient. Er ist kein Partner von Lady Sas. 

Keuschhaltung des Sklaven
Der Sklave räumt Lady Sas die vollständige Kontrolle und Entscheidungsgewalt über sein Sexualleben ein. Ein Recht auf einen Orgasmus hat der Sklave ausdrücklich nicht. Die Herrin hat das Recht, den Sklaven in einem KG keusch zu halten und seinen sexuellen Trieb zu kontrollieren (Schlüsselherrin). Die Herrin hat sicherzustellen, dass sie immer einen Ersatzschlüssel zum KG des Sklaven in ihrer Wohnung hat. Es ist dem Sklaven nicht erlaubt, zu versuchen, sich vom KG zu befreien oder den KG soweit zu entfernen oder zu manipulieren, dass er masturbieren kann. Beide Vertragsparteien stimmen darin überein, dass alleine Lady Sas bestimmt, ob der Sklave zum Höhepunkt kommen darf oder nicht. Der Sklave hat das Recht, die Herrin um einen Orgasmus zu bitten, wenn er den Druck im KG nicht mehr aushält. Er hat das Recht, noch am gleichen Tag eine eindeutige Entscheidung der Herrin zu erhalten. 
Lady Sas hat das Recht, den Schlüssel auch an andere Personen zu verleihen. Dazu muss sie nicht mit dem Sklaven Rücksprache halten. 
Die Herrin hat das Recht, die Keuschhaltung des Sklaven öffentlich in ihrem Blog zu dokumentieren.

Vorführung und Verleih des Sklaven
Lady Sas hat das Recht, den Sklaven anderen vorzuführen und an andere auszuleihen. In diesem Fall ist der Sklave diesen Herrschaften ebenfalls so unterstellt wie Lady Sas. Lady Sas muss den Sklaven nicht um Erlaubnis fragen und die Personen auch vorher nicht mit ihm besprechen. 
Dabei hat Lady Sas sicherzustellen, dass der Sklave nicht in der Öffentlichkeit geoutet wird. Vorführungen ohne Maske vor größeren Gruppen ab acht Personen, z.B. auf Partys, hat sie vorher mit dem Sklaven abzusprechen. Willigt der Sklave nicht ein, hat Lady Sas das zu akzeptieren und darf den Sklaven nicht dafür bestrafen. Lady Sas hat ebenfalls sicherzustellen, dass der Sklave nur an Personen verliehen wird, die mit dieser Verantwortung umgehen können, keine Gefahr für den Sklaven darstellen und seine Tabus kennen und beachten.

Verschwiegenheit
Der Sklave erlaubt der Herrin, in Büchern und auf ihrem Femdom Blog detailliert und ausführlich über seine Erziehung zu berichten. Die Herrin darf nichts schreiben, was den Sklaven outen würde. Die Herrin darf sich auch mit anderen über die Erziehung des Sklaven austauschen und ist hier völlig frei. 
Der Sklave dagegen darf zu keiner Zeit Details über seine Erziehung und seine Erlebnisse bei Lady Sas veröffentlichen oder mit anderen besprechen. Es sei denn, die Herrin erlaubt ihm das. 

Diskretion in der Öffentlichkeit
Bewegen sich die Herrin und der Sklave in der Öffentlichkeit, haben sie jeweils sicherzustellen, dass niemand ihre besondere Beziehung bemerkt. Ausnahmen müssen vorher besprochen werden und sind nur erlaubt, wenn beide Vertragsparteien einwilligen. Willigt der Sklave nicht ein, darf er dafür nicht bestraft werden.

Arbeit im Haushalt
Arbeiten im Haushalt hat der Sklave sorgfältig, schnell und eifrig ausführen. Das Schlafzimmer der Herrin ist tabu und darf nur betreten werden, wenn die Herrin es befiehlt. Der Sklave darf nicht in den Sachen von Lady Sas stöbern, Schubladen öffnen etc. Ein Recht auf eine Gegenleistung hat der Sklave nicht. Der Sklave hat darauf zu achten, dass die Nachbarn ihn nicht bemerken und muss jederzeit diskret sein. Klingelt das Telefon, darf er nicht rangehen. Klingelt es an der Türe, hat er sich zurückzuziehen. 

Körperpflege des Sklaven
Der Sklave hat dafür zu sorgen, seinen Körper stets attraktiv, gepflegt und fit für die Herrin zu halten. Er hat täglich körperliche Übungen zu absolvieren und muss drei Mal wöchentlich für jeweils eine Stunde ins Fitness-Studio gehen. Der Sklave darf einmal wöchentlich massvoll Weißmehlprodukte und Süßigkeiten essen und muss Süßigkeiten ansonsten meiden. Der Sklave geht regelmäßig zum Friseur und hat auf einen gepflegten Körper zu achten. Der Sklave hat im Genital- und Analbereich stets blank rasiert zu sein. Verstößt der Sklave gegen diese Regeln, hat er es sofort der Herrin zu melden.

Kleidung
Der Sklave hat zu Terminen frisch geduscht zu erscheinen. Im Haushalt erledigt er seine Aufgaben nackt und nur mit Halsband und Knieschonern versehen. Die Herrin kann sich kleiden, wie sie es wünscht. Lady Sas sichert dem Sklaven allerdings zu, seine Vorliebe für High-Heels zu berücksichtigen.

Tabus
KV, Klinik, bleibende Spuren, Outing in der Öffentlichkeit, Nadeln, Cutting, hartes Ballbusting und harte Fußtritte, Schlachtungsspiele, Waterboarding

Fotos und Videos
Die Herrin hat das Recht, Videos und Fotos von der Erziehung des Sklaven anzufertigen. Sie hat ebenfalls das Recht anderen diese Aufnahmen zu zeigen, solange das Gesicht des Sklaven nicht zu erkennen ist. Die Herrin muss mit den Videos und Fotos des Sklaven sorgfältig umgehen und muss darauf achten, dass der Sklave dadurch nicht geoutet wird.

Finanzielle Interessen
Beide Vertragsparteien stimmen darin überein, dass es gegenüber dem anderen keinerlei finanzielle Interessen gibt.

Unterzeichnet am 29. Mai 2016
Lady Sas, Sklave Toytoy, Lady Cornelitas (Zeugin)