Sonntag, 26. März 2017

Sklavin jO: Es ist einfach so passiert

Sklavin jO
Nachdem ich in meiner Sub-Interviewreihe schon einige Sklaven befragt habe, freue ich mich, nun auch eine Sklavin begrüßen zu dürfen: Sklavin jO aus Berlin. "jO" kommt von Johanna und wer sich ein bisschen mit BDSM auskennt, der wird zweifellos den Bezug zur "Geschichte der O" erkennen. Ich wurde auf jO durch ihre Buchreihe "Geschichte der jO" aufmerksam, in der sie anschaulich ihren Werdegang zur O erzählt. Ein Interview über ihre Erlebnisse, Gäste und Entwicklungen im Paysex.


Interview mit Sklavin jO

Lady Sas: Liebe jO, bitte berichte uns zunächst, wie Du mit dem Thema BDSM in Berührung gekommen bist und wie Du Dich zur "O" entwickelt hast.
Sklavin jO: Ich war noch recht frisch in einer Beziehung und habe in der Wohnung meiner Freundin zufällig SM-Spielsachen gefunden. Mir war schnell klar, dass sie darauf steht und ich wollte es auch gern ausprobieren, einfach aus Neugierde. Sie hat erst ein bisschen herumgedruckst und wollte sich eigentlich nicht darauf einlassen, aber ich bin ein ziemlicher Dickkopf. Meine Freundin hat mir dann schließlich das Buch "Geschichte der O" zum Lesen gegeben und seitdem bin ich mit Haut und Haaren verloren. Mit der Zeit hat sich das immer weiter aufgeschaukelt. Es ist wie eine Sucht, man kommt einfach nicht davon los und möchte immer noch einen Schritt weitergehen. Ich hatte das alles nicht geplant, es ist einfach so passiert.


Lady Sas: Du hast später Deinen Job aufgegeben und bist ins Erotikgewerbe eingestiegen. Hast Du diesen Schritt manchmal bereut?
Sklavin jO: Das muss ich etwas korrigieren. Ich habe meinen Bürojob nicht freiwillig aufgegeben, ich wurde gekündigt. Freiwillig hätte ich mein bürgerliches Leben und die Sicherheit eines regelmäßigen, festen Einkommens vermutlich nicht so einfach hinter mir gelassen. Richtig ist, dass ich bestimmt wieder einen braven Bürojob bekommen hätte, wenn ich mich dafür beworben hätte. Ich war zu diesem Zeitpunkt aber absolut geflashed von dieser geheimnisvollen, faszinierenden BDSM-Welt. Also habe ich mich beruflich in diese Richtung verändert. Im Klartext: Ich habe mich prostituiert, war als Sklavia in einem SM-Studio und als Bizarrescort tätig. Als Escort arbeite ich übrigens immer noch, obwohl ich jetzt wieder einen bürgerlichen Job habe.

Ja, manchmal habe ich den Schritt ins Gewerbe schon bereut. Man erlebt da ja nicht nur nette Sachen. Das fängt bei schwierigen Kunden an und hört bei zickigen Kolleginnen noch lange nicht auf. Ich habe mich auch nie dazu durchringen können, mich in meinem privaten Umfeld zu outen. Das kann ich einfach nicht. Also ist da immer die Angst entdeckt zu werden. Klar, beim Finanzamt und den Behörden habe ich mich angemeldet, das war kein so großes Problem, weil es die nicht wirklich interessiert, wer da vor ihnen sitzt. Aber in meinem privaten Umfeld weiß niemand von meinen Abenteuern. 
Sklavin jO

Wie geht es Dir heute?



Lady Sas: In Deiner Buchreihe "Geschichte der jO" kann man das alles miterleben. Du beschreibst sehr anschaulich und man bekommt auch einen Einblick in Deine Gefühlswelt. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist die Buchreihe dazu da, um Deine Erlebnisse aufzuarbeiten, richtig? Wie geht es Dir heute?
Sklavin jO: Es geht mir gut, danke. Wenn ich so zurückblicke, bin ich fast erstaunt, dass ich das alles so gut überstanden habe. Ja, ich hatte irgendwann das Gefühl, ich müsste mal mit jemandem über alles reden oder mir alles von der Seele schreiben oder zu einer Therapie gehen oder so. Es hatte sich so viel aufgestaut. Das musste irgendwie raus. Dafür war das Buch bzw. die Buchreihe auch sehr gut. Das hat echt was gebracht und war eine Art Befreiung für mich. Um ehrlich zu sein, hatte ich auch mal eine Phase, in der es mit den Buchungen und mit den Gästen nicht so gut lief. Ich hatte kein Geld für Werbung, also dachte ich mir, ich schreibe auf, was ich bis jetzt erlebt habe und mache so neue Gäste auf mich aufmerksam.


Lady Sas: Hättest Du nicht über die einschlägigen Portale auf Dich aufmerksam machen können? Oder über die sozialen Medien? Du hast doch inzwischen selbst einen Blog und bist auf Twitter aktiv.
Sklavin jO: Ja, das stimmt, inzwischen habe ich mir von anderen einiges abschauen können. Von Dir zum Beispiel ;-) Ich lese Deinen Blog schon länger und wollte auch so etwas starten. Leider bin ich nicht diszipliniert genug, regelmäßig zu posten. Das ist ganz schlimm bei mir. Immer ist irgendetwas anderes wichtiger, ich finde ständig eine Ausrede... Aber zumindest auf Twitter bin ich regelmäßig aktiv, das macht mir richtig Spaß und es gibt viele interessante Leute dort. 

"Das war so gar nicht vorgesehen"


Lady Sas: Du hast kein Buch geschrieben, sondern eine Buchreihe. Wie kam es dazu?
Sklavin jO: Das war so gar nicht vorgesehen. Eigentlich wollte ich ein einziges Buch schreiben. Hatte ich ja noch nie gemacht. Das Längste, was ich bis jetzt geschrieben hatte, waren Aufsätze in der Schule. Ich lese aber selbst gern und habe mir dann gesagt: Okay, du schreibst es jetzt so auf, dass du es selbst gern lesen würdest. Das kommt gut an, ich habe bis jetzt nur sehr gute Bewertungen bekommen (dreimal auf Holz klopfen). Ich schreibe auch gerne, es fällt mir leicht und ich muss mich da nicht quälen (obwohl ich ja darauf stehe...). Irgendwann war ich bei 242 Seiten und dachte mir: Das wäre jetzt ein guter Punkt, um mal eine Pause zu machen. So ist die Buchreihe entstanden. 
Geschichte der jO


Lady Sas: Ich bin jetzt bei Buch 5. Es gibt aktuell noch Buch 6. Wieviele Bücher kommen denn noch in der Reihe?
Sklavin jO: Das freut mich sehr, dass Du meine Bücher liest! Supercool! Leider kann ich nicht sagen, wie lange die Geschichte noch wird, weil ich ja noch mittendrin bin. Ich habe zwar inzwischen wieder einen Bürojob, weil ich mich damit einfach besser und sicherer fühle, aber ich stehe weiterhin am Wochenende für Escortdates zur Verfügung. Die Geschichte der jO geht also weiter. Denn es gibt immer noch Dinge, die ich ausprobieren möchte.

Was kickt Dich am BDSM?


Lady Sas: Ich glaube, ich habe das inzwischen recht gut verstanden, aber erkläre doch bitte für die Leserinnen und Leser, was Dich am BDSM kickt.
Sklavin jO: Für mich ist SM eine eigene Welt, in die ich abtauchen kann. Ich liebe es, mich hemmungslos als Frau hingeben zu können. Ich liebe es, zu dienen, zur Verfügung zu stehen, benutzt zu werden und dem Top Freude zu bereiten. Darin finde ich meine Erfüllung. Ich bin zufrieden, wenn der Herr oder die Herrin zufrieden ist. Es ist einfach geil, wenn man sich von allen Konventionen loslösen darf. 

Heutzutage wird uns Frauen ja gesagt, wir müssten stark sein, selbstbewusst, unser eigenes Geld verdienen, unseren eigenen Kopf haben und so weiter. Von einem Mann abhängig sein, das geht ja gar nicht. Und uns unterwerfen? Na, höchstens spielerisch ein bisschen im Bett, aber auch das darf man nicht zu laut sagen. Ich genieße es also, mich von diesen Vorgaben komplett lösen zu können und mich ganz hinzugeben und zu schenken. 


Lady Sas: In Deinen Büchern hat man den Eindruck, dass der typische Escort-Kunde um die 60 oder noch älter ist. Du bist Mitte 20. Wie gehst Du damit um?
Sklavin jO: Es stimmt, dass die Gäste meistens reifer sind. Das stört mich aber nicht. Ich mag es sogar, wenn der Mann erfahren ist. 


Lady Sas: Ich kann mir vorstellen, dass Du nicht unbedingt immer auf durchtrainierte Dressmen stößt. Kam es schon vor, dass Du Kunden abgelehnt hast?
Sklavin jO: Wie gesagt, das Alter und die Äußerlichkeiten interessieren mich nicht so. Sicher, gepflegt sollte ein Gast schon sein, aber ich erwarte ganz sicher keinen Waschbrettbauch. Ab einem gewissen Alter ist das ja auch kaum mehr realistisch. Wegen Äußerlichkeiten lehne ich ganz sicher keine Gäste ab, höchstens, wenn es absolut nicht passt oder der Gast alkoholisiert oder auf Drogen ist. Das kann dann nämlich auch für mich gefährlich werden, da sage ich ganz klar Nein.

Gäste werden experimentierfreudiger


Lady Sas: Wie siehst Du die aktuelle Entwicklung im Paysex mit SM-Bezug?
Sklavin jO: Ich kann da ja nur für die passive, devote Seite sprechen, wie es bei Dominas aussieht, weiß ich nicht. Ich stelle aber fest, dass Gäste wieder experimentierfreudiger werden und auch gerne länger spielen wollen. Schwierig und ärgerlich wird es durch Fakeanfragen. Als ich noch unerfahren war, habe ich auch Treffen zum reinen Kennenlernen angenommen. Das war aber dumm von mir, denn viele Männer wollten mich gar nicht buchen, sondern nur angaffen und ausfragen. Aber daraus habe ich gelernt, man muss sich einfach darauf einstellen, dann passt es. 
SM ist ein Trend und es gibt Frauen, die versuchen, das zu nutzen, um Geld zu verdienen, obwohl sie gar keine Leidenschaft für BDSM haben. Das finde ich schade und seltsam. 


Lady Sas: Wünschen Deine Gäste immer BDSM in Verbindung mit Erotik? Oder gibt es auch Ausnahmen?
Sklavin jO: Das ist ganz klar die Regel. Die Herren wollen von ihrer Sklavin eigentlich immer sexuell befriedigt werden. Ausnahmen gibt es schon, aber die sind wirklich selten. Ich hatte auch schon den Fall, dass ein älterer Mann sich nur mit mir unterhalten wollte. Der war einfach einsam. Wir haben uns dann tatsächlich nur gut unterhalten. 


Lady Sas: Wie sehen Deine Pläne für die Zukunft aus?
Sklavin jO: Ich plane nicht so viel und bin eher spontan. Aber ich möchte mich gern noch bei Dir bedanken, dass Du mich in die Interviewreihe aufnimmst. Der Blog ist super und ich werde das zum Anlass nehmen, auch auf meinem Blog mehr zu posten. 


Lady Sas: Danke für Deine Zeit, jO.


Weitere Infos zu jO bekommst Du auf jOs Blog und auf ihrem Twitter Account.

Montag, 20. März 2017

BDSM Geschichte: Strenger Bürobesuch

Heute erscheint eine BDSM-Geschichte auf meinem Blog. Nachdem mir der rein fiktive Erotikkrimi "Mord im Dominastudio" so viel Spaß gemacht hat, habe ich mir nun eine weitere rein erfundene Geschichte ausgedacht. Das hat folgenden Hintergrund: Der Joyclub sammelt gerade erotische BDSM-Geschichten und hat mich gefragt, ob ich nicht eine beisteuern möchte. Klar, mache ich gerne. Zumal ich auch bereits eine Idee dafür hatte. 

Und das kam so: Eine Bekannte von mir, die als Profi-Domina in einem SM-Studio tätig ist, machte sich vor Kurzem darüber lustig, dass manche ihrer Gäste nur dann Sklaven sind, wenn sie es wollen. "Hobby-Sklaven" nennt sie das. Da dachte ich mir: Was wäre eigentlich, wenn man so einen Hobby-Sklaven mal mit echter Dominanz konfrontieren würde...? 

Ich wünsche Dir gute Unterhaltung mit "Strenger Bürobesuch". Eine rein fiktive Geschichte. Mögliche Ähnlichkeiten mit echten Personen sind nicht beabsichtigt.

Grundsätzlich möchte ich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass alles Spiele beim BDSM aus freiem Willen zwischen Erwachsenen erfolgen. Ein vertrauensvolles Verhältnis, das vom gegenseitigen Respekt geprägt ist, ist die Grundlage für eine langfristige Beziehung in diesem Kontext.


BDSM Geschichte von Lady Sas: Strenger Bürobesuch


"Es tut mir schrecklich leid, Herr Direktor!", sagt die junge Sekretärin und ringt verzweifelt mit den Händen. "Die Dame wollte sich einfach nicht aufhalten lassen. Ich habe ihr ganz klar gesagt, dass Sie nicht gestört werden wollen, Herr Direktor, aber..."
"Ist schon gut, Fräulein Wendt, ist schon gut", beschwichtigt sie der Direktor und steht überrascht und verlegen auf, als habe man einen unartigen Schüler beim Äpfelklauen erwischt.  
Vor ihm steht eine umwerfend attraktive, schlanke Lady Anfang 30 im edlen Nadelstreifen-Kostüm. Ihre schwarzes langes Haar hat sie streng zu einem Pferdeschwanz nach hinten gebunden. Ein böses Lächeln huscht über ihre rot geschminkten Lippen und sie zieht eine Augenbraue nach oben. Abschätzend mustert sie den Direktor hinter seinem großen schweren Schreibtisch aus dunklem Holz. Er ist Ende 50, hat einen grauen Haarkranz um die Glatze und trägt einen grauen Anzug mit blauer Krawatte. 

Ihr Blick wandert durch den Raum. Das Zimmer ist etwa 60qm groß und modern eingerichtet. Neben dem Schreibtisch steht ein schwarzes Ledersofa. Schwarze Aktenschränke aus Metall, moderne Kunst an den Wänden und eine riesiges Panoramafenster, von dem man einen wunderbaren Blick auf Frankfurt am Main hat. Die Designeruhr an der Wand zeigt 15.31 Uhr an.


"Das wäre dann alles, Fräulein Wendt"


"Das wäre dann alles, Fräulein Wendt. Sie... ja... Sie können jetzt... na, gehen Sie schon. Bitte!", stammelt der Direktor und die brünette Sekretärin wundert sich sehr darüber, denn so unsicher hat sie den Herrn Direktor noch nie erlebt. Wer die Dame wohl sein mag, die hier ohne Termin und Anmeldung so einfach hereinspazieren kann, ohne hochkant vom Werksschutz hinausgeworfen zu werden?
"Wie sie wünschen, Herr Direktor", sagt die Sekretärin schnippisch und stöckelt zurück ins Vorzimmer.
"Die Türe!", ruft ihr der Direktor hinterher. "Frau Wendt! Die Türe. Bitte!"
Etwas zu laut und knapp an der Grenze zur Unhöflichkeit zieht Frau Wendt die Türe hinter sich zu. Wie schade! Sie hätte zu gern erfahren, was die beiden zu bereden haben und in welchem Verhältnis sie zueinander stehen. Apropos Verhältnis... aber nein, das kann nicht sein. Direktor Löschmeier ist seit über 30 Jahren glücklich verheiratet, was für ein abwegiger Gedanke.

Kaum ist die Türe in Schloss gefallen, peitscht ein scharfer Befehl durch den Raum. Nicht laut, aber sehr energisch und entschieden sagt die schöne Unbekannte: "Bei Fuß!"
Direktor Löschmeier zögert. Unsicher stützt er sich auf dem Schreibtisch ab. Seine Lippen beben. "Aber doch nicht im Büro! Bitte!", zischt er leise und im flehenden Tonfall. "Was soll denn meine Sekretärin..."
"Bei Fuß!", peitscht der Befehl erneut durch das Büro, diesmal sogar noch schärfer. Augenblicklich sinkt Direktor Löschmeier auf die Knie und kriecht wie ein gut dressiertes Hündchen eilig auf die Lady zu. 
"Ja, Herrin Laura", sagt er ergeben und beginnt devot ihre schwarzen Leder-High-Heels sauberzulecken. Hingebungsvoll und diensteifrig fliegt seine Zunge über das elegante Schuhwerk der Herrin. Wer ihm dabei zuzieht, hat nicht den geringsten Zweifel daran, dass er es sehr genießt. Ungnädig packt ihn die Dame an der Krawatte und zieht ihn daran nach oben. Eine schallende Ohrfeige fegt sein Gesicht zur Seite.


"Muss man dir alles zweimal sagen, Sklave 47?"

"Muss man dir alles zweimal sagen, Sklave 47?", herrscht ihn die Frau von oben herab an.
"Entschuldigen Sie bitte, Herrin. Ich... ich... ich war nur so überrascht, Sie hier..."
"Halt hier keine Volksreden", fällt ihm die Lady ins Wort. Sie stolziert zum Sofa und nimmt dort Platz, wobei sie ihre schönen schlanken Beine übereinanderschlägt. Erfreut bemerkt der Direktor, dass am Rocksaum schwarze Strapse aufblitzten. "Ausziehen und herkriechen", ordnet die Dame knapp an. Ihr Ton lässt darauf schließen, dass sie es gewohnt ist, immer alles zu bekommen, was sie will. Schnell schlüpft Löschmeier aus seiner Kleidung und legt alles ordentlich auf seiner Aktentasche ab, die neben dem Schreibtisch auf dem Boden liegt. 
"Wird's bald?", herrscht ihn Lady Laura an.
Schnell kriecht der Direktor vor das Sofa, kniet sich vor seine Herrin und nimmt die Sklavenstellung ein: Beine leicht gespreizt, Rücken aufrecht, Blick devot gesenkt, Hände mit den Handinnenflächen nach oben auf den Oberschenkel ruhend. 


Lady Laura holt ein schwarzes Halsband aus ihrer eleganten Handtasche.

Lady Laura holt ein schwarzes Halsband aus ihrer eleganten Handtasche und bindet es dem Mann um. Sie steht auf, strafft ihr Kostüm und stemmt selbstbewusst die Hände in die Hüften. Die Spannung zwischen ihnen scheint unerträglich. Schuldbewusst blickt der Direktor zu Boden und es scheint, als würde er sogar ein bisschen zittern. 

"Du undankbares Sklavenstück!", sagt Lady Laura zornig und ein Feuerwerk an harten Ohrfeigen prasselt von links und rechts auf den Mann ein.
Wieder und wieder versetzt sie ihm eine Backpfeife nach der anderen.
Es scheint, als müsste sie sich wirklich abreagieren.
"Du wagst es also, einen Termin bei mir abzusagen? Der feine Herr Sklave hält es nicht einmal für nötig anzurufen! Nein, er sendet mir eine Mail. Ist das denn zu fassen?!"
Eine besonders heftige Ohrfeige knallt gegen die Wange des Direktors. 
"Es... es tut mir so leid, Lady Laura!", bettelt der Sklave.
"Es tut mir so leid, Lady Laura", äfft ihn die Herrin höhnisch nach.
"Ich habe heute Abend eine wichtige Sitzung, bitte verstehen Sie doch, Madame."
"Ich verstehe nur, dass du wohl vergessen hast, wer du bist", erklärt Lady Laura und versetzt ihm einen beherzten Tritt in die Weichteile, so dass er laut aufschreit, zu Boden stürzt und sich krümmt wie ein Wurm.


"Oh... oh... das tut mir furchtbar leid..."

"Herr Direktor! Ist etwas passiert!", ruft die Sekretärin aufgebracht, als sie zur Türe hereinstürzt. "Sie haben geschrieen... oh..."
Die junge Frau bleibt wie angewurzelt stehen und blickt auf ihren Chef, der sich vor der schönen, eleganten Dame nackt auf dem Boden windet und sich die Weichteile hält.
"Oh... oh... das tut mir furchtbar leid... ich wollte wirklich nicht...", erklärt die Sekretärin verlegen und wendet sich zum Gehen.
"Ach was, bleiben Sie nur, bleiben Sie", meint Lady Laura, lacht belustigt und deutet einladend auf das Sofa.
"Es wird höchste Zeit, dass Sie das wahre Gesicht Ihres Chefs kennenlernen."
Zögernd und unsicher, aber neugierig, nimmt Frau Wendt auf dem Sofa Platz.
"Und du stell' dich nicht so an! Los, in Position mit dir, Sklave 47!", fordert Lady Laura.
Mit hochrotem Kopf begibt sich der Mann zurück in die Grundposition. 
"Der Herr Direktor steht auf Sadomaso und Fetisch-Spiele", eröffnet ihr Lady Laura und setzt sich neben sie. 
"Blass meinen Absatz, Sklave", befiehlt sie streng und schlägt die Beine übereinander. 
"Ja, es ist ihm peinlich, aber meinen High-Heels kann er einfach nicht widerstehen", kommentiert Lady Laura, als sich Sklave 47 tatsächlich zu Boden beugt und den Absatz in den Mund nimmt.
"Schön mit der Zunge säubern! Ja! Gut so. Nimm ihn schön tief rein."
"Was... was passiert hier?", wundert sich Frau Wendt und pustet sich aufgeregt eine brünette Haarsträhne aus ihrem Gesicht. Was hat das alles zu bedeuten? Und warum ist es plötzlich so heiß hier im Raum?


Sklave 47 hat es gewagt...

"Sklave 47 hat es gewagt, einen Audienz mit mir heute Abend abzusagen. So eine Frechheit kann ich ihm natürlich nicht durchgehen lassen. Jetzt siehst du, was du davon hast, Sklave. Wenn du nicht zu mir kommst, dann komme ich eben zu dir." Sie lacht und scheucht ihn mit dem Schuh weg. "Das genügt. Begrüße lieber meine neue Freundin... Ich bin Laura, wie heißt du?"
"Jessica. Ich heiße Jessica", antwortet die Sekretärin verdattert.
"Na los! Begrüße Lady Jessica, Sklave 47."
"Bitte, Lady Laura", flüstert Sklave 47. "Sie ist meine Sekretärin."
"Tja, jetzt nicht mehr!", triumphiert Lady Laura. "Jetzt ist sie Lady Jessica. Also: Begrüß die Dame! Sofort!"
Sie packt den Sklaven am Halsband und drückt ihn ärgerlich auf die Pumps von Jessica.
Erschrocken zuckt die junge Frau zusammen und zieht schnell den Fuß weg.
"Keine Sorge, meine Liebe. Das ist nur seine Art, sich zu unterwerfen und dich zu verehren."

Zögernd stellt Lady Jessica den Fuß wieder nach vorne und sieht fasziniert zu, wie Herr Direktor... nein, wie Sklave 47 ihren Pumps küsst und leckt.
"Macht er das alles freiwillig?", will die junge Dame neugierig wissen.
"Ja, unbedingt. Er liebt es!", erklärt Lady Laura und zu Sklave 47 gewandt meint sie streng:
"Von jetzt an wirst du Lady Jessica jeden Morgen so begrüßen. Du wirst ihr den Kaffee servieren und ihr erst mal gründlich die Füße massieren. Erst dann darfst du dich an die Arbeit machen."
Lady Jessica sieht Lady Laura mit großen Augen an.
"Ehrlich?"
"Aber ja! Lady Jessica wird ab sofort persönlich dafür sorgen, dass alle Termine mit mir peinlich genau eingehalten werden."
"Natürlich, sehr gerne", schmunzelt Lady Jessica. 
"Und wenn du denkst, dass das schon alles war, mein Lieber, dann hast du dich aber getäuscht. Nein, Sklave 47, wir fangen erst an."
Mit diesen Worten holt sie einen pink-farbenen CB 6000 Keuschheitsgürtel aus ihrer Handtasche.
Sklave 47 schluckt. Eines ist ihm nun klar: Er wird nie, nie, nie wieder einen Termin mit Lady Laura in Frage stellen.


Wie hat Dir die Geschichte gefallen? Hinterlasse einen Kommentar im Blog. Weitere BDSM- und Femdom-Geschichten von mir findest Du hier.

(C) by Lady Sas
Den Abdruck und die Weitergabe des Texts erlaube ich gerne, aber bitte nur mit Nennung von mir als Autorin und meiner Blogadresse http://domina-lady-sas.blogspot.de/

Donnerstag, 2. März 2017

Sklave Günther: geistige 24/7-Beziehung

Sklave Günther wurde durch eines meiner Interviews auf seine Herrin, Lady Scarlett Flag, aufmerksam. Im Interview erfahren wir mehr über ihn und seine Sichtweise. 


Lady Sas: Lieber Günther, bitte schildere uns, wie Du Dich zum Sklaven entwickelt hast. Wie fing das alles an bei Dir?
Sklave Günther: Nach klassischem, bürgerlich-»männlichem« Ausbildungsgang (Abitur, Soldat, Studium) machte ich Karriere in der ebenfalls sehr männlich geprägten Großindustrie und lernte im Urlaub sozusagen meinen »Gegenpol«, eine dominante, von der natürlichen Überlegenheit des weiblichen Geschlechts überzeugte Malerin kennen, die mich als ihr Model benutzte und mich zum Sklaven formte.


Interview mit Sklave Günther

Lady Sas: Worin liegt für Dich der Reiz an bizarren Spielen?
Sklave Günther: Den Rollen- und Machttausch finde ich faszinierend, vorausgesetzt das weibliche Gegenüber ist zu realer körperlicher und mentaler Überlegenheit fähig.


Lady Sas: Ich habe gehört, dass Du durch ein Interview auf Deine Herrin Scarlett Flag aufmerksam geworden bist. War das das Interview vom Mai 2016 auf meinem Blog? Wie ging es dann weiter?
Sklave Günther: Genau, es war dieses Interview auf Ihrem Blog, das mir den Eindruck einer authentischen Amazonenherrin vermittelte, die nicht schauspielert, sondern real Freude an dominant-sadistischer Unterwerfung ihrer männlichen Gegenüber hat. Ich bewarb mich bei ihr um einen Termin und war ihr sofort verfallen, weil sie genau das ausstrahlte und realisierte, was ich mir unter einer Amazone
vorgestellt hatte.



Lady Sas: Was ist das Besondere für Dich an Scarlett Flag?
Sklave Günther: Ihre souveräne, überlegene Kraft und Schönheit, mit der sie männliche Gegenüber ganz selbstverständlich überwindet und sich zu realen Sklaven macht, kombiniert mit ihrem natürlichen,
überzeugenden, von Kindheit als Reiterin zur Passion entwickelten Lederfetisch.



Lady Sas: Was ist erregend daran, seine Kräfte mit einer Herrin zu messen? Ist es nicht so, dass man schon von Anfang an weiß, dass man den Kürzeren ziehen wird?
Sklave Günther: Richtig, man weiß zwar, dass man den Kürzeren zieht, aber man rechnet sich eine kleine Chance aus, wenigstens einen Kampf auf Augenhöhe zu liefern und wird bei dieser kraftvollen Amazone schnell vom Gegenteil überzeugt.


"Ihre Aura nimmt mich so gefangen"

Lady Sas: Wie fühlst Du Dich in Anwesenheit Deiner Herrin?
Sklave Günther: Ihre Aura nimmt mich so gefangen, dass ich nicht das Gefühl eines Spiels habe, sondern spüre, dass ich nach allen Regeln der Kunst von ihr erlegt, unterworfen und gezüchtigt werde.


Lady Sas: Du bist verheiratet, spielst aber mit einer Herrin. Ist das ein Problem für Dich oder Deine Frau?
Sklave Günther: Kein Problem für mich, weil meine Frau als brave Katholikin nichts von BDSM wissen will, aber eine gute Kameradin ist, mit der ich 2 Kinder in die Welt gesetzt habe und seit 4 Jahrzehnten zusammen lebe. Wie Lady Beadonna in einem Interview auf Ihrem Blog sagte, so viele Jahre gemeinsames Erleben kann man nicht einfach vergessen, mit umgekehrtem Vorzeichen geht es mir als Sklave genauso.


Lady Sas: Du lebst in Berlin, Scarlett Flag in Köln. Wie überbrückt man diese Entfernung?
Sklave Günther: Da es eine geistige 24/7-Beziehung ist kommt man damit durchaus zurecht, auch wenn wir uns häufigere reale Treffs wünschen würden.


Lady Sas: Wenn Du noch mal 18 wärst, was würdest Du im Bezug auf erotische Erfahrungen aus Deiner heutigen Sicht anders machen?
Sklave Günther: Ich würde mich aus heutiger Sicht bewusst und nicht zufällig auf BDSM konzentrieren und mir von Anfang an eine authentische Herrin wie Lady Scarlett suchen, um mich ihr vollständig auszuliefern und zu unterwerfen.


"Talentierte Schauspielerinnen"

Lady Sas: Wie sehen Deine Erfahrungen mit »Profi«-Dominas aus? Bist Du rundum zufrieden oder gibt es auch Kritik?
Sklave Günther: Die meisten sind mehr oder weniger talentierte Schauspielerinnen, bei denen die finanzielle Seite im Vordergrund steht.


Lady Sas: Was ist für Dich das Wichtigste an einer »Profi«-Domina?
Sklave Günther: Eine echte dominant-sadistische Ausstrahlung, die für mich nun einmal nur über die körperliche und mentale Überlegenheit glaubwürdig verkörpert wird, die man sich als Frau hart erarbeiten muß, wie dies bei Lady Scarlett der Fall ist. Veranlagung allein ist zwar wichtig, aber nicht ausreichend.


Lady Sas: Suchst Du in Sessions die Abwechslung mit neuen Ideen oder bevorzugst Du immer die gleichen Praktiken?
Sklave Günther:Da ich mich der Herrin total ausliefere, überlasse ich auch ihr die Ideenfindung, da bin ich bei der Amazone Scarlett genau in den richtigen Händen.

"Das Wichtigste ist für mich die Authentizität"

Lady Sas: Hast Du einen Tipp, worauf man als Sklave achten sollte, wenn man sich eine Herrin aussucht, bei der man sich um einen Termin bewerben möchte?
Sklave Günther: Das Wichtigste ist für mich die Authentizität, das muss man spüren, oder man lässt es sein.


Lady Sas: Woran liegt es Deiner Meinung nach, dass es so wenig private Herrinnen gibt?
Sklave Günther: Weil der Selbstfindungsprozeß der Frauen erst am Anfang steht. Viele Frauen trauen sich nicht einzugestehen, dass sie eine dominant-sadistische Ader haben.


Lady Sas: Wie sehen Deine Pläne für die Zukunft aus?
Sklave Günther: Ich habe Amazone Scarlett in einem Bericht geschrieben, dass wir aufgrund übereinstimmender Fetisch-Vorstellungen und komplementäre Veranlagungen »lederne Hochzeit« feiern können. Dazu gehören eine geistig-mentale 24/7 Beziehung und so viel Zusammensein wie möglich.

Lady Sas: Danke für diesen Einblick, Günther.


Hier geht es zum Interview mit Herrin Scarlett Flag