Montag, 19. März 2018

Playparty: zu Besuch in Berlin


 
Hauptstadt der Baustellen: Neues entsteht
Am vorletzten Wochenende waren Toytoy und ich zu einem kleinen Kurztrip in Berlin. Ich muss sagen: Der Wind in Berlin pfeift ganz schön und ist deutlich kälter als bei uns in Hessen. 

Ich mag Berlin und war schon öfters in der Hauptstadt. Inzwischen sehe ich Berlin leider etwas skeptisch, weil in letzter Zeit ständig negative Nachrichten aus Berlin zu hören sind. Vom BER Flughafen möchte ich gar nicht sprechen. Ich meine eher Nachrichten von korrupten Polizisten, angezündeten Obdachlosen und Kriminellen, die U-Bahn-Gäste die Treppe heruntertreten. Das ist krass. Und beängstigend. Insofern habe ich mich immer schön am Geländer festgehalten, wenn ich eine U-Bahn-Treppe heruntergegangen bin.

Beeindruckend ist, wie viel Neues in Berlin entsteht. Ständig stößt man auf Baustellen. Baukräne ragen weithin sichtbar in den Himmel. Hier geht's voran – es sieht zumindest so aus.

Private Playparty in Berlin

Die kleine private Playparty am Samstag mit Lady Judith, Lady Steffi und den drei Subs hat super-viel Spaß gemacht! Alles hat wunderbar geklappt und alle Teilnehmer haben gut miteinander harmoniert. Die Chemie muss einfach stimmen, sowas kann man nicht planen. Und so war es ein Glücksgriff, dass wir neben Toytoy und Sklave M. gerade diesen dritten Sub ausgewählt haben.

Mein Fazit: Das müssen wir unbedingt wiederholen! Zumal Berlin ja trotz negativer Schlagzeilen noch immer eine fantastische, aufregende und facettenreiche Stadt ist. Ich freue mich schon auf das nächste Mal!

PS: Über Tipps für Berlin, die nicht im Reiseführer stehen, freue ich mich immer: madamesaskia@web.de


Donnerstag, 1. März 2018

Private Fetisch-Party: So lief es mit den Bewerbungen

Ende Februar haben Lady Judith, Lady Steffi und ich auf dem Blog nach einem Mitspieler für eine private Fetisch bzw. BDSM Party in Berlin gesucht, die am 10. März steigt. Wir waren sehr angetan von der riesigen Resonanz der Meldungen dazu. Ganz herzlichen Dank! Aufgrund der großen Zahl (rund 80 Nachrichten) konnten wir leider nicht individuell auf jeden eingehen, sorry dafür, aber es waren einfach zu viele Nachrichten.

Wir finden, es waren einige wirklich erstklassige Bewerbungen dabei. Super!

Es war nicht einfach, aber am Ende haben wir uns auf einen Sub geeinigt und die Sache ist soweit in trockenen Tüchern. Allen anderen danken wir für die Teilnahme. Vielleicht klappt es ja ein anderes Mal.

80 Bewerbungen – so viele hatten wir noch nie! Das ist absoluter Rekord.

Aussagekräftige Bewerbungen bevorzugt


Klar, dass es dabei auch einige Nachrichten gab, die deshalb keine Chance hatten, weil sie alles andere als aussagekräftig waren. Hier ein paar Beispiele, damit es beim nächsten Mal ein bisschen klarer ist, was leider eher weniger hilfreich ist. Wir wollen damit auch niemanden ans Bein treten, sondern eher aufzeigen, womit wir leider nur wenig anfangen können.

"hallo, bin der m., 53 jahre und finde diese anzeige sehr interessant, nur werden sie, da ja angeblich kein finanzielles interesse besteht, schon tausende bewerber haben, lg m."


Lieber m., ja, stimmt, es gibt viele Bewerber. Aber warum schreibst Du nicht mehr über Dich? Auf dieses Basis können wir uns einfach nicht für Dich entscheiden, denn leider wissen wir so gut wie nichts von Dir.


"Hi, ich wäre zu gern dein Sklave. Darf ich fragen wo die Party stattfinden wird"
Hi, wie schon in der Beschreibung steht, findet die Party in Berlin statt. Auch diese Nachricht ist leider kaum aussagekräftig.


"guten tag lady sas wieviel damen werden den tag / abend dort sein?"

Du stehst uns Dreien zur Verfügung. Das heißt: Das würdest Du vielleicht, wenn Du etwas mehr über Dich verraten hättest. Die Rechtschreibung wirkt nachlässig, etwas mehr Mühe wäre schön.

Weitere Beispiel für Nachrichten, in denen viel zu wenig darauf eingegangen wird, wen und was wir erwarten dürfen und warum gerade dieser Sub unsere Wahl sein sollte:



"Hallo ich wäre gern der Diener ihrer Party"

"Ich möchte gerne ihr Diener sein. Wo in Berlin ist es möglich? Freue mich von ihnen zu hören. M."


"Guten Tag verehrte Lady, sind sie eine luxusliebende und materialistische Sadistin? Viele Grüße, P."


"Verehrte Herrin,ich komme aus Berlin,bin 34 j alt und habe Erfahrung als Sub gssammelt...wuerde mich unheimlixh gerne ueber siese moeglichkeit freuen"

"Hallo Lady SAS, ich bin ein devot-masochistischer und erfahrener sowie zuverlässiger Sklave/Diener und würde gern zur Verfügung stehen." 


"ja hallo ich bin der m. und wiege 123 kilo und würde euch fragen ob du es schaffen kannst so einen typen wie mich hochzuheben oher ihn zur tragen seid ihr so stark um es zur schaffen"


Die kürzeste Bewerbung zum Schluß:
"Hallo ich hab Interesse Herrin"
Wir hoffen nun, mit dem ausgewählten Sub eine interessante Zeit zu verbringen und freuen uns schon jetzt darauf, den Spaß zu wiederholen.

Viele Grüße,

Lady Judith, Lady Steffi und Lady Sas

PS:

Wer ernsthaft erfahren möchte, wie man private dominante Damen überzeugt, der kann weitere Details hier nachlesen.

Freitag, 23. Februar 2018

Mistress Petrana: the dominant Fetish Beauty

Mistress Petrana
Mistress Petrana is a young Mistress from the Czech Republic. With a height of 179 cm (5'11") she not only could be a Fetish Model, she actually is a Model. Mistress Petrana loves to travel and visits European Femdom Parties, for example in Berlin and London. Find out more about her lifestyle in this interview. 


Lady Sas: Dear Mistress Petrana, when and where did your journey into the BDSM world begin?
Mistress Petrana: To be honest, it is such a long time ago that I actually don’t remember. I just know that I realized from a young age that I was different from the other girls. I was more like a boy or like Xena the Warrior Queen. Later, during My puberty, all the other girls were having vanilla relationships with boys, yet somehow I did not find that appealing to Me. I couldn’t find what I needed. I tried to fit in and be “a normal good girl” but that just wasn’t Me. It was a really bad idea to try to go against My inner self because it just made Me feel frustrated. Then, via the gothic subculture I discovered the fetish scene and started to visit BDSM online chat rooms. I started with online domination and meeting people via the internet and discovering this wonderful world. For a girl in the Czech Republic it was difficult to find a sub partner in real life. Then, I met some friends who were into fetish and I started living it in real life. I became more and more into the fetish lifestyle, and now I am a full-time lifestyle Mistress and absolutely love it. 



Interview with Mistress Petrana

 
Lady Sas: You are a Czech Mistress, but spent a year in the Netherlands. What was the reason for this?
Mistress Petrana: It was more of a vanilla reason. I simply wanted to learn the language. I love learning languages and discovering other cultures. Now I am going back to the Czech Republic and, of course, fetish and femdom will always be My true passion no matter where I am.  
 


Lady Sas: You love to travel. What do you think about Frankfurt and Berlin?Mistress Petrana: I only spent a limited amount of time in Frankfurt at a BDSM villa for a femdom retreat, so I did not have time to visit the city and look around. Frankfurt is a beautiful city and I look forward to going back someday and visiting more of it. While I was in Berlin I had much more free time to visit the city. I love Berlin because there are many fetish and BDSM possibilities. There are many shops, dungeons, events, and the beautiful BDSM Residence Avalon. Actually, it was in Berlin where one of My personal slaves bought Me My first proper custom-made corset. I have very nice memories of Berlin. It is an amazing city for fetish and femdom. There are many great restaurants where you can engage in soft public-play. I visited the Avalon Residence several times. I love Germany and I look forward to going there again in the future. 


Mistress Petrana


Mistress Petrana about Femdom Parties 



Lady Sas: What is it that you enjoy the most about Femdom Parties?Mistress Petrana: I love the atmosphere. Especially when it’s a play party, and as you know, I love to play. You can just be yourself and wear sexy fetish outfits and enjoy being pampered and worshipped by devoted slaves. I easily get into My domspace and feel like a Queen all night long! One of My favorite events are the Pedestal Femdom Parties in London as well as the Femdom Ball, also in London. The last one was a very special gala evening with everyone wearing gorgeous ball gowns. It was very beautiful and very high class. 
 
 
Lady Sas: Do you make a difference between alpha men as lovers and beta males as slaves? Or are all men slaves to you?
Mistress Petrana: I have very limited experience with vanilla men. To be honest I only tried it when I was younger because I wanted to “try to be a normal good girl”. I experimented a little bit with vanilla males but did not really enjoy it. I don’t enjoy being with dom males either since I don’t like macho guys and I don’t like to be submissive in bed. I am a Lifestyle Domme and I love being in command and being the Boss. When I was younger I did not need vanilla sex, although I could not be without femdom. I love femdom and can’t live without it. I also take no pleasure from the missionary position. So I am not seeking alpha men. I also find that pure femdom for Me is more creative and more spiritual. I want men to be My slaves, for My pleasure, to serve Me and obey Me, and do what I want. 
 



Mistress Petrana about chastity belts


Lady Sas: What do you think about keeping slaves locked in chastity belts?Mistress Petrana: I think it’s a great way to train men to be more obedient. To show them that My pleasure is the most important thing and that they are just slaves, toys, who need to focus their energy on serving and pleasing Me. I think men can be more productive when they are locked in chastity and cannot masturbate. It keeps them focused on serving their Mistress. Slaves have to be useful to their Owners. Slaves have to realize that their cock and balls are not important. They have to embrace the spirituality of Female Authority and Female Supremacy. Of course, milking them is important in order to keep My properties healthy and in good condition; so they can better serve Me. 
 


Lady Sas: Your home country is still famous for OWK, the Other World Kingdom. What do you think of OWK?
Mistress Petrana: I love the idea that Women can show men that they are most useful when they are serving Women as Our slaves. It is a great place where men can learn how to serve Female Dominants on a 24/7 basis. I think many men want to serve Women but they are afraid of the pressures of society. They have to pretend to be strong macho-men. Very often they are ashamed to even ask their wives to dominate them. They are afraid of the reaction and that their wives would no longer find them attractive. They are afraid to talk about their deep inner wishes for submission with people who just would not understand them. OWK is a great institution where slaves can learn to be obedient and serve, and let out their inner self. Here they can live the fetish lifestyle 24/7 and realize that it is not just a one-hour session, but rather a way of life. I fully support the OWK and have many of My slaves donate towards it. Recently a new project was started at OWK, it’s called Womania Empire. I was actually the first Woman to receive the stone and Citizenship Certificate of Womania Empire. I think every serious slave should support this.



Lady Sas: Can you imagine a reason why the OWK was founded in the Czech Republic and not in another country? Do Czech Women have a special dominant personality?  
Mistress Petrana: The Czech Republic has many castles and remote locations. Also, this is in our mythology. Take for example, the Maid’s War. In ancient times there were Women fighting against men, and beating them. We also had a mystical and very wise Queen, Libuše. Strong Women have always had a place of honor in our culture. 
 

Femdoms in the Czech Republic

Mistress Petrana

Lady Sas: What are the conditions like for Femdoms in the Czech Republic? Are there dungeons? Is there a BDSM community? What does society there think about BDSM?
Mistress Petrana: It’s not so bad. Although, we don’t have a big femdom community like in the UK or Germany. Femdom is still in the minority, but becoming more and more recognized and accepted. We sometimes have small femdom parties or mixed foot-fetish parties. There are some really nice and unique dungeons in the style of the middle ages. Most of them are in Prague, with a few in Brno. I think BDSM is still taboo for many people and some people are still cautious about going to the parties. But I think nowadays the situation is getting better.
 

Lady Sas: Do you have any hobbies? What do you do in your spare time?Mistress Petrana: Yes, I do. I love reading, learning new languages, travelling and discovering new and interesting places! I love culture, going to restaurants, doing fitness, dancing. One of My big passions is collecting perfumes. 
 

Lady Sas: What are your plans for the future?Mistress Petrana: At the end of February, 2018 I am relocating back to the Czech Republic. From April 20th to the 22nd I am planning to visit the Avalon Residence in Berlin again for the Femdom Retreat. I would also like to focus more of My time on My personal slaves as well as travel to Germany, Switzerland and the UK. In October, 2018 I will be attending the Femdom Ball in London. I welcome sponsors for My travel there as well as My gala dress. Devoted slaves who would like to pamper Me are welcome to contact Me for this. I would also like to make more femdom clips, enjoy femdom, and the findom lifestyle as well. 

You can keep track of My travels and My photos and clips by visiting My website, Instagram and Twitter
mistress-petrana.com




Lady Sas: Thank you for your time.



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  • Mittwoch, 21. Februar 2018

    Sklave gesucht für Privatparty in Berlin

    Hallo liebe Subs,

    ich bin ein Wochenende lang in Berlin und suche für Samstag, den 10. März ab 18 Uhr, einen Mitspieler für eine Privatparty. 

    Mit dabei sein werden Lady Judith, Lady Steffi, Sklave Toytoy und Sklave M. 

    Voraussetzungen:
    • Du bist eindeutig devot, kein Switcher
    • Maso-Neigung von Vorteil, aber keine Bedingung
    • Du stehst allen Damen zur Verfügung
    • Du stellst keine Forderungen, sondern findest Erfüllung im Dienen
    • Du hast kein Problem damit, uns zusammen mit Toytoy und Sklave M zur Verfügung zu stehen (keine Bi-Spiele)
    • Das Alter spielt keine Rolle. Ab 18.
    • Keine Drogen/Alkohol
    Kein finanzielles Interesse.
    Keine Foto/Videoaufnahmen.
    Absolute Diskretion wird geboten und erwartet.

    Sende eine Bewerbung an madamesaskia@web.de
    Mach es kurz, aber aussagekräftig.
    Du kannst auch ein Bild mitschicken, aber der Anhang darf nicht größer als 1 MB sein. Wir entscheiden zu Dritt. 

    Grüße,
    Lady Judith, Lady Steffi, Lady Sas 

    Samstag, 10. Februar 2018

    Filmsklave M, der SM-Video-Drehbuchschreiber

    Es gibt das Vorurteil, Frauen könnten nichts mit SM-Filmen anfangen. Ich muss sagen, ich schaue im Femdom-Bereich ganz gern mal rein. Ab und zu sind nette Ideen dabei. Meistens aber leider nicht. Das liegt – soweit ich das von außen beurteilen kann – vor allem an den Darstellerinnen. Es reicht nicht, als Femdom vor der Kamera einfach nur gut auszusehen, man braucht auch eine Idee für die Handlung. Denn: Ein Film ist ja kein Foto.


    Geradezu typisch ist die Szene, in der die Femdom auf einem Sofa sitzt, gelangweilt eine Zigarette raucht und sich vom Sub die Stiefel lecken lässt. Okay, ein Klassiker, warum nicht, könnte ja eine kurze Szene sein. Diese minimale "Handlung" nun aber gleich zur kompletten "Story" des Films zu erheben, das ist nun aber doch wirklich ausgesprochen langweilig. Wenn die Dame nun wenigstens etwas Interessantes sagen würde! Aber nein, sie sitzt einfach nur da und raucht, während der Sub beschäftigt ist. Langweiliger geht es ja wohl kaum.


    Zum Glück gibt es auch Femdoms mit Ideen, deren Videos wirklich interessant sind. Leider sind das nur wenige. Wer keine eigenen Ideen hat, lässt sich von Drehbuchschreibern helfen. Sklave M ist so einer. Er schreibt aber nicht nur Drehbücher für SM-Produktionen, er stellt sich auch gleich als Darsteller zur Verfügung. Im Interview gibt es uns einen kleinen Einblick in diese Welt.



    Filmsklave M im Interview


    Lady Sas: M., Du bist als Filmsklave von Profi-Dominas tätig. Wie läuft so ein Dreh ab?
    Sklave M: Man bekommt einen Anruf oder eine Mail vom Produzenten oder von der Domina mit der Angabe des Themas und der Drehpartnerin. Vor Ort werden meist verschiedene Outfits und Accessoires ausprobiert und angelegt, ggf. auch bestimmte Arten der Fixierung bevor es losgeht. Dann wird ein Thema, meist ohne Pause, halb improvisiert ca. 15 Minuten ohne Schnitt (kommt später) durchgedreht. Dann ggf. Szenenwechsel, Outfits und Accessoires und neues Thema in ggf. neuem Setting. Meist geschieht eine inhaltliche, erotisch und bizarre Steigerung bzw. Variation des Filmthemas.


    Lady Sas: Wieviele Leute sind am Set eines solchen Drehs?
    Sklave M: Ein Kameramann und je nach Thema 1-2 Dominas, 1-3 Darsteller-Sklaven.


    Lady Sas: Wie lange dauert ein Dreh?
    Sklave M: Solange, wie man braucht, bis ca. 1 Stunde Material zusammenkommt. In der Regel 2-4 Stunden.


    Lady Sas: Gibt es auch Dinge, die der Zuschauer nicht sieht?
    Sklave M: Ja, wir haben meist viel Spaß miteinander, die Damen machen sich lustig über manche Szenen und es ist selten so ein „strenge Atmosphäre“ wie im Film.


    Lady Sas: Du hast Drehbücher für solche Filme geschrieben. Erzähle doch mal eine beispielhafte Geschichte.
    Sklave M: Zum Beispiel gab es mal eine Serie mit einer „reifen, klassischen Domina“ und deren junge Bekannte, die das gerne auch mal ausprobieren wollte. Zufällig war ich als Sklave bei der Domina, als sie ihre junge Freundin einlernte. Dummerweise war ich aber auch der Universitätsprofessor dieser launischen jungen Diva, die eigentlich nie studiert hatte und mich jetzt zusammen mit der Domina erpressen konnte. (Anmerkung von Lady Sas: Es folgte eine Aufzählung verschiedener SM-Praktiken, die nun zum Einsatz kommen.)

    Wie kommst Du auf Ideen?


    Lady Sas: Wie kommst du auf Ideen für die Drehbücher?

    Sklave M: Ich überlege, was ich gerne mal machen oder erleben möchte. Dabei denke ich aber natürlich vor allem an die Vorlieben und Skills sowie Ausstattung (Accessoires, Kleidung und Räumlichkeiten und Gerätschaften) der jeweiligen Domina(s) und deren Neigungen. Meine perverse bizarre Fantasie ist da grenzenlos, oft, wenn ich nachts wach liege, bzw meinen Dominas meine Träume schildere. Vieles ist auch Erfahrung aus dem Spiel, aus dem sich Neues ergibt.


    Lady Sas: Schaust Du selbst gerne Clips? Was könnte man daran noch verbessern?
    Sklave M: Ich schaue eigentlich keine Clips, außer denen mit mir. Ich würde auch für Clips kein Geld ausgeben. Tendenziell sollten Clips nicht zu monoton sein und sich nur an einem Fetisch oder an einem Thema festmachen und wenn, dann diese mindestens fantasievoll und originell variieren.


    Lady Sas: Wie sehen Deine Pläne für die Zukunft aus?

    Sklave M: Ich drehe im Moment mangels Nachfrage leider nicht, habe aber 1-2 Onlinedommes und eine „Affäre“ mit einer sehr jungen Domina, die „alles" mit mir mal ausprobieren will, was bestimmt noch ein Weile sehr inspirierend sein wird.

    Lady Sas: Na dann viel Spaß dabei.



    Du hast auch etwas Interessantes zu erzählen? Dann melde Dich gern bei mir unter madamesaskia@web.de. Ganz gleich, ob Du Femdom oder Sub bist.

    Donnerstag, 8. Februar 2018

    Lady Desire von der Domina Akademie im Interview

    Lady Desire
    Lady Desire hat in der Steiermark die Domina Akademie ins Leben gerufen. In diesem Interview bietet sie einen ausführlichen Einblick in ihre Gedankenwelt. 


    Lady Sas: Liebe Lady Desire, wie bist Du auf den BDSM Bereich aufmerksam geworden und wie hast Du Dich zur Herrin entwickelt?
    Lady Desire: Mein Mann hat mich an diese Thematik herangeführt und mein Interesse an  BDSM geweckt. Ich bin ein Mensch der zur Perfektion neigt.  Für mich ist ein Spiel mit Körper, Geist und Seele, aufgebaut auf dem Machtgefälle von weiblicher sexueller Dominanz und männlicher Submission nur denkbar, wenn ich mich mit den Hintergründen dieser speziellen sexuellen Neigungen intensiv beschäftige. Mir wurde durch meine Bereitschaft zu lernen klar wie viel Disziplin, Respekt, Achtsamkeit und Aufmerksamkeit vom dominanten Part eingefordert wird, um dem devoten Gegenüber keinen  Schaden zuzufügen. Wobei es hier nicht nur um den Körper, sondern vor allem um die verletzbare Seele des masochistischen Mannes  geht.

    Ich begann mich intensiv mit verschiedenster Literatur zu beschäftigen. Mein Interesse galt aber nicht nur einschlägigen SM Büchern, SM Ratgebern, Büchern über Anatomie und medizinische Aspekte oder Anleitungen für Bondagetechniken, da der Fundus wissenswerter Bücher diesbezüglich recht schnell erschöpft war, sondern mein Fokus lag und liegt nach wie vor bei der Art von Fachbüchern, welche sich mit den vielfältigen Aspekten der Psychologie, sowie den umfangreichen Themen Partnerschaft und Beziehungsarbeit beschäftigen.

    Um als Frau auch Frau sein zu dürfen finden sich darunter viele Bücher, welche von Frauen für Frauen geschrieben wurden. Dabei handelt es sich hier von der Thematik nicht nur um die weibliche Sexualität, sondern auch um das stetig wechselnde Rollenbild der Frau in unserer von Männern und Kirche geprägten Gesellschaft und den damit einhergehenden Heraus- und Überforderungen des Frauseins.

    Ein weiterer wichtiger Aspekt war und ist die intensive Kommunikation mit meinem Sub – meinem Mann. Wer kann einem offener, schonungsloser, konkreter und wertschätzender über den männlichen Körper und dessen verletzbare Seele erzählen als der Mann selbst? Jede Frau sollte von ihrem Sub/Mann lernen. Seine Phantasien, seine Wünsche und Bedürfnisse sind ein unerschöpflicher Pfuhl an Wissen und Anregungen, welche einer Frau unzählige Möglichkeiten der eigenen, sowie auch seiner sexuellen Erfüllung bieten. Ich grenze diese Art der Kommunikation aber strikt ab vom Typus des Wunschzettelsklaven, der nur fordert und nicht bereit ist auch sein gesamtes Sein in den Dienst seiner Lady zu stellen.  Dominanz und Unterwerfung funktionieren nur, wenn beide eigenverantwortlich dazu bereit sind, gleichwertig und auf Augenhöhe ihren Beitrag zu leisten. Dominanz funktioniert nicht ohne den devoten Part -  und umgekehrt.

    Lady Desire über ihre Domina Akademie


    Lady Sas: Was war Deine Motivation, die Domina Akademie zu gründen?
    Lady Desire: Ich denke, es gibt keinen Stolperstein, über welchen nicht auch ich als Herrin und Lady gefallen bin. Auch wenn man wie ich, selbstbewusst und alltagsdominant durchs Leben geht, ist der Schritt zur sexuellen weiblichen Dominanz etwas ganz anderes, als im Alltag seine „Frau“ zu stehen.  Als Frau muss man das Umgehen mit Macht erst lernen. 

    Zumindest meiner Generation (ich bin 1964 geboren) wurde als Mädchen nicht vermittelt, wie man eigene Wünsche und Bedürfnisse durchsetzt, ohne mit den Wimpern zu klimpern  oder auf Diplomatie, Unterwürfigkeit und Gehorsam zu setzen. Sich als Mädchen und später als erwachsene Frau für seine individuellen Bedürfnisse einzusetzen, diese ohne Wenn und Aber einzufordern – undenkbar. Uns fehlten die Vorbilder, die Frauen, welche uns ein solches Verhalten gelehrt hätten. Wobei sich dieses Verhalten, laut meiner Erfahrungen aus meiner Workshoparbeit,  zumindest im sexuellen Bereich auch bei den jüngeren Frauen nicht merklich geändert hat.

    Ich habe durch die Veranstaltung meiner Public Play Events im Laufe der Jahre  viele Menschen, Frauen wie Männer, jeden Alters kennengelernt und ich habe festgestellt, dass Frauen selten wirkliche Freude und Lust an ihrem Wirken als FemDom verspüren. Bei vielen Ladys ist es ein „Wunscherfüllen“ aus Liebe, was leider oft Verachtung und Verweigerung gegenüber den Mann zur Folge hat. 

    Das Hauptproblem sexuell dominanter Ladys ist, dass man sich als Frau mit kaum jemandem austauschen kann um Gedanken zu ordnen, schonungslos Fragen zu stellen und belastende  Situationen auf neutralem Terrain zu besprechen. Das Internet ist diesbezüglich keine wirklich große Hilfe, denn diese Flut an unqualifiziertem Schrott ist einfach nur widerlich und für eine interessierte Frau kaum durchschaubar. Diese virtuelle Welt verkörpert meist nur die Sicht von getriebenen Männern, ohne Gefühl, Herz und Hirn.

    Aufgrund dieser Erfahrungen habe ich die DominaAkademie ins Leben gerufen. Meine Motivation war es interessierten Frauen eine seriöse und vertrauensvolle Basis für deren Wirken als Domina/FemDom zu geben und im Rahmen von Dominance & submission Workshops in meiner Erotiklocation Noxumbra sexuell dominanten Ladys einen sicheren, offenen, nicht wertenden und einfühlsamen Rahmen für Ihre Wünsche, Bedürfnisse, Phantasien und Anliegen zu bieten.

    Ein D&s Workshoptag dauert zwischen 10 bis 12 Stunden und ich stelle mich in dieser Zeit mit meiner vollsten Konzentration und Aufmerksamkeit in den Dienst meiner dominanten Schwestern. Beim Kennenlernen präsentiert sich jede Lady von ihrer besten Seite und es dauert einige Zeit bis alle Masken gefallen sind, welche von den WS Damen aus Selbstschutz, Angst und Nervosität aufgesetzt werden. Erst ab diesem Zeitpunkt beginnt meine wirkliche Arbeit, denn erst dann sind sie bereit sich mir und den anderen zu offenbaren und Neues anzunehmen. Für mich ist es immer wieder berührend wie wunderbar und zugleich verletzlich Frauen sind, wenn sie sich zulassen – mit all ihren Stärken und Schwächen.

    Auch in ihrem Wirken als Domina/FemDom sollte die Frau ganz in ihrer Persönlichkeit verhaftet bleiben und sich nicht als Schauspielerin in einer fremden Welt fühlen. Sie erschafft sich ihr individuelles Paralleluniversum, indem sie sich  mit sich selbst beschäftigt und lernt ihre Wünsche zu definieren und vor allem einzufordern. Der erste Schritt ist sich selbst zu erkunden,  kennenzulernen, zu reflektieren und den so wichtigen Aspekt der Selbstliebe zu lernen. Nur eine Frau, die weiß was sie will und die versteht was sie tut, kann einen Mann führen und dominieren. Ansonsten nimmt er ihr das Spiel mit dem Machtgefälle keine Sekunde lang ab und ein SM Setting verläuft zu einer Farce, in der sich keiner der Beteiligten wirklich wohl fühlt. 

    "Wissen ist Macht und Macht gibt Sicherheit" – Lady Desire


    Lady Sas: Warum sollte man die Domina Akademie besuchen?
    Lady Desire: Männer sind durch ihren Masochismus Getriebene und meist schon seit der Kindheit Gefangener Ihrer sexuellen Phantasien, welche oft jahrzehntelang im Verborgenen schlummern und kaum eine Möglichkeit des Auslebens finden. Männern bleibt dann meist nur die Flucht in die virtuelle Welt des Internets und sie saugen vorbehaltlos alles auf, was mit dem Thema BDSM zu tun hat.

    Dieses vermeintliche Wissen stülpen sie dann über die ihnen wohlgesinnte Frau, welche sich oft jedoch noch gar nicht so ernsthaft mit dem Thema BDSM auseinandergesetzt hat. Es kommt zu einem Ungleichgewicht von „Haben wollen“  und „Geben können“ und die Frau fühlt sich relativ schnell unter Druck gesetzt, überfordert und die die Enge gedrängt. Es gibt zu diesem Zeitpunkt für den fordernden Masochisten keine Grenzen, keine Tabus, keine Vorsicht mehr, sondern nur das Verlangen endlich seine tiefsten Sehnsüchte erfüllt zu bekommen - ohne Wenn und Aber.

    Die einzige Chance der Frau sich gegen diese Flut von Anforderungen zu schützen ist Wissen. Denn Wissen ist Macht und Macht gibt Sicherheit. Das Wichtigste für eine Frau, welche den Weg in die weibliche sexuelle Dominanz gehen möchte ist,  sich für das Thema ernsthaft zu interessieren und sich intensiv damit auseinanderzusetzen. Dominanz ist „Arbeit“. Ich denke, dass ist kaum einer Frau am Anfang ihrer „FemDomKarriere“ wirklich bewusst.

    Man kann nicht ernsthaft nur ein bisschen, oder ab und zu oder aus Laune heraus sexuell dominant sein.  Man ist Drehbuchautorin, Regisseurin, Assistentin, Seelentrösterin und Muse zugleich. Als FemDom musst Du stets und zu jeder Zeit die Kontrolle behalten und wissen was Du tust. Dein Gegenüber ist ein Mensch aus Fleisch und Blut, dem man trotz aller Schmerztechniken und Demütigungsphantasien mit größtem Respekt und Aufmerksamkeit begegnen muss.  Wenn eine Frau nicht bereit ist ihre Hausaufgaben zu erfüllen, sollte sie gar nicht erst anfangen sich auf das glatte Parkett der weiblichen Dominanz zu begeben. 

    In meinen Workshops lernen die dominanten Damen von der Pieke auf, was es bedeutet FemDom zu sein, wie sie sich verwandeln und in dieses Tun hineinfühlen kann und sie erfährt alles über die Aspekte Eigenverantwortung, Sicherheit und Aufbau einer SM Session. Weiters sind Anatomie, die Psychologie des Masochismus sowie Erziehungsmethoden des Subs ohne technische Hilfsmittel Hauptthemen meiner Arbeit. Nur wenn ich weiß, warum der Mann so tickt wie er tickt, werde ich die richtigen Knöpfe drücken können. Nur wenn ich weiß, warum ich so ticke wie ich ticke, werde ich Lust und Freude an diesem hocherotischen, sinnlichen Spiel finden.

    Lady Desire über Femdom-Anfängerinnen

    Lady Desire

    Lady Sas: Welche Fehler beobachtest Du häufig bei Femdom-Anfängerinnen?
    Lady Desire:
    Wie schon in der letzten Frage angeführt: Der größte Fehler ist es, den masochistischen Trieb des Mannes zu unterschätzen und zu glauben, dass man weibliche sexuelle Dominanz so nebenbei leben kann. Eigentlich unterschätzen alle meine Workshopteilnehmerinnen völlig, wie viel Wissen, Konzentration und Einsatz ein SM Setting bedeuten kann, denn eine inspirierende Session kann ohne weiteres über Stunden zelebriert werden.

    Weiters schaffen sie es nicht den Mann von Anfang an in die Schranken zu weisen. Der devote Mann lechzt nach strenger Erziehung. Er will Verantwortung abgeben. Er will bestraft, gedemütigt und nicht gefragt werden, ob dies oder das wohl so passt oder ob man etwas anders machen sollte. Es gibt „Sklavenregeln“ welche ihm z. Bsp. verbieten zu sprechen, die Lady anzusehen oder gar anzugreifen. Es gibt wunderbare Rituale für die Begrüßung der Lady oder wie er sich hinzustellen oder hinzuknien hat. Er darf einfach gar nichts selbst entscheiden dürfen, denn er will sich hingeben und keine  Entscheidungen treffen müssen. Es gibt z.Bsp. einen Anforderungskatalog für den „Idealen Sklaven“, denn vor allem muss er für mich etwas tun und ihm sollte klar sein, dass er nur ein Lustobjekt meiner Begierde ist. 

    Je rigoroser eine FemDom ihr dominantes Auftreten durch aufrechte, kontrollierte Körperhaltung, unmissverständliche Gesten, einem strengen oder ermunternden Blick sowie einen bestimmenden DirtyTalk beherrscht,  desto besser kann sich der Mann in seine masochistische Rolle fallenlassen und seiner Lady voller Hingabe dienen und sie zutiefst verehren. Unsicherheit und Nervosität der Femdom darf er nicht einmal im Ansatz wahrnehmen, denn dann gewinnt beim Sub sofort wieder Aufmüpfigkeit und Enttäuschung die Oberhand. Sofort wird er versuchen die Lady von unten nach oben zu pushen (Topping of the bottom) , indem er unaufgefordert Ratschläge gibt oder gar Anweisungen erteilt. Daher gilt als oberste Regel -  vor allem für Frauen welche am Anfang stehen -  Weniger ist mehr!
    Ich bin immer wieder fasziniert, wenn mir die Ladys von ihren bereits erlebten Sessions erzählen. Es gibt selten ein Begrüßungs- oder Verehrungsritual, man kommt ja schließlich gleich zur Sache. Als erstes  werden die meist vom Sub vorbereiteten Toys „abgearbeitet“. Da den Frauen nicht bewusst ist, dass der Faktor Zeit beim Spiel mit dem Lustschmerz eine wichtige Rolle spielt, dauert der ganze Zirkus nicht lange und Ratlosigkeit macht sich breit – Was soll ich jetzt tun?

    Ein großer Zenmeister hat einmal gesagt: „Immer eines nach dem anderen“ und genauso sollte man es auch bei einem SM Setting halten. Die Ladys machen zuviel auf einmal.  Sie sind zu schnell, zu hektisch und ruhen nicht eine Sekunde in sich selbst, um ihre eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen.  Sie sind nichts anderes als „Wunscherfüller/Innen“ Ihrer „Wunschzettelsklaven“ und fühlen sich auch so, denn  kaum eine Lady stellt sich im Vorfeld die Frage: „Was kann er für mich tun?“

    Lady Desire über moralische Vorurteile


    Lady Sas: Mit welchen falschen Vorstellungen und Vorurteilen über Femdoms würdest Du gerne aufräumen?
    Lady Desire: Es gibt eigentlich keine falschen Vorstellungen und Vorurteile über FemDoms, da die meisten Menschen den Unterschied von einer FemDom und einer Domina nicht kennen. Frauen, welche diese sexuelle Neigung im Privatleben, also nicht kommerziell ausleben, bezeichnet man als FemDoms. Ich denke, dass sich die moralischen Vorurteile unserer Gesellschaft auf Dominas beziehen, welche professionell arbeiten. Auf diese Thematik möchte ich hier nicht eingehen. Ich weiß aber, dass sich kaum eine Frau in ihrem Bekanntenkreis als FemDom outet, da ein „Anderssein“ sofort Unbehagen, Ablehnung oder zumindest pikiertes Schweigen von Nicht-SMlern nach sich zieht – und zwar von beiden Geschlechtern.

    Ich möchte an dieser Stelle anmerken, dass ich höchsten Respekt vor Frauen habe, welche als Domina arbeiten und ich durfte  in meinen Workshops bereits professionelle Ladys begrüßen. Dass eine Domina natürlich nach anderen Maßstäben agieren muss, ist völlig klar, denn dass bei einem professionellen SM Setting der Wunschzettel des Kunden erfüllt wird ist auch klar – Wer zahlt bestimmt. Nichts desto trotz profitieren aber auch Dominas von meinem Wissen, da sie lernen sich besser abzugrenzen und interessante  Inputs für Ihre Sessions erhalten.

    "SM ist eine Subkultur"


    Lady Sas: Warum haben so viele Frauen Hemmungen, ihre heimlichen BDSM Phantasien auszuleben?
    Lady Desire: Ganz einfach – SM ist eine Subkultur und als Liebhaber sadomasochistischer Praktiken ist man für den Großteil der Stinos und Vanillas pervers und abartig. Ein weiterer Grund ist - Frau braucht einen Partner dazu. Das Internet ist zwar überschwemmt von den „Ach so devoten und folgsamen“ Subs, doch bei genauerem Hinsehen entpuppen sich diese meist als verkappte Doms, die auf der Bühne der Dominanz versagt haben und sich nun in die „unteren“ Ränge begeben.

    Auf öffentlichen Events ist es als Solofrau kaum möglich ernstzunehmende Spielepartner zu finden und - last but not least - haben viele Männer schon im Alltag Angst vor der Ebenbürdigkeit der Frau, geschweige dann erst in der zerbrechlichen Welt der Sexualität. Im Gegenzug geht es Frauen, welche sexuell devot sind, nicht anders. Diese Frauen sind zwar eher offener im Umgang mit ihren masochistischen Neigungen, die Gefahr jedoch ist,  dass sie zu vertrauensselig sind und sich nicht schützen, weil sie ihre Tabus und Grenzen nicht einfordern. Devote Frauen liefern sich aus Lust an der Lust allzu oft  komplett geistesgestörten Sadisten aus, in der Hoffnung  endlich ihre langersehnten Demütigungsphantasien ausleben zu können.


    Lady Sas: Kannst Du Dir erklären, warum viele Frauen devot, aber nur wenige Frauen dominant veranlagt sind?
    Lady Desire: Weil sexuelle Dominanz wesentlich mehr Einsatz verlangt und weil,  seit dem Ende des Matriarchats, weibliche sexuelle Dominanz nach wie vor nicht dem von Männern gewollten Rollenbild der Frau entspricht. Devot zu sein verlangt Hingabe und die Fähigkeit loslassen zu können. OK, das ist natürlich auch nicht jederfraus Sache, aber grundsätzlich entspricht dieses Verhalten  dem patriarchal-klerikalen Dominanzsystem unserer Gesellschaft, sowie auch den archetypischen Qualitäten von uns Frauen. Einige meiner WS Teilnehmerinnen haben sich zuerst in die Rolle der Sub begeben, um dann auch die andere Seite aktiv kennenzulernen. Manche switchen zwischen den Rollen, andere sind einfach sexuell dominant und bleiben dabei.  Aber wie gesagt – die masochistische Rolle verlangt viel Vertrauen und Hingabe. Dominanz verlangt einfühlsame Arbeit und die Fähigkeit sich selbst mit all den Stärken und Schwächen reflektieren zu können.

    "sein eigenes SM Universum kreieren"


    Lady Sas: Hast Du einen Tipp für Frauen, die gerne mal ihre dominante Seite ausleben würden, sich aber nicht überwinden können es tatsächlich zu tun?
    Lady Desire: Ich empfehle den Besuch von seriösen Workshops und verschiedener PublicPlayEvents, um sich ein eigenes Bild von der Thematik  machen zu können. Das Lesen von einschlägiger Literatur gibt der interessierten Frau einen Einblick in das Machbare und Unmögliche. Wach sein, interessiert und lernbegierig bleiben und sich von niemandem Vorschriften machen lassen – nur so kann man sich sein eigenes SM Universum kreieren.  Vielleicht liegt einem die Demut mehr als die Dominanz, vielleicht passt weder das eine noch das andere. Auf alle Fälle rate ich den Frauen Mut zur Tat zu beweisen und  zu handeln, denn nur wenn man etwas tut, kann man wissen ob es einem gut tut. Man sollte als Frau nicht bereuen Dummheiten begangen zu haben sondern, dass man es versäumt hat Dummheiten zu begehen.


    Lady Sas: Was kannst Du uns über die BDSM Szene in der Steiermark sagen?
    Lady Desire: Ich interessiere mich grundsätzlich nicht für die sogenannte „Szene“, denn ich agiere nach meinen eigenen Prinzipien - völlig autonom und ohne jedweden Blick über den Zaun in Nachbars SM Garten. Ich habe mit unseren Events und meinen Workshop meine eigene Welt der dunklen Leidenschaften geschaffen. Ich suche mir unsere Gäste aus, ich entscheide wer zu meinen Workshops kommen darf. Für mich zählt weder die Meinung einer „Szene“ noch selbsternannter Gurus, denn ich weiß, dass sich nur wenige Menschen in Österreich so intensiv mit der Thematik BDSM beschäftigen wie mein Mann und ich.

    "Leben im Hier und Jetzt"


    Lady Sas: Wie sehen Deine Pläne für die Zukunft aus?

    Lady Desire: Ich halte es da frei nach dem griechischen Philosophen Epikur: „Leben im Hier und Jetzt.“  Denn das Leben passiert nicht in der Vergangenheit und nicht in der Zukunft, sondern genau „Jetzt“ -  Genau in diesem Augenblick.


    Lady Sas: Danke für Deine Zeit.