Sonntag, 5. November 2017

Domina Miss Jade: der BDSM- und Fetischtraum

Domina Miss Jade
Domina Miss Jade braucht eigentlich kein Bondage, denn sie fesselt ihre Subs schon allein durch ihren Anblick: atemberaubend lange Beine, eine gertenschlanke Figur und aufregend blonde Haare, dazu ein wunderschönes Gesicht. Aber kann so ein Fetischtraum auch in der realen Welt gelebt werden? Lies mein Interview mit Miss Jade und finde es einfach selbst heraus.



Lady Sas: Liebe Miss Jade, bitte erzähle uns, wie Du mit dem BDSM- und Fetisch-Bereich in Kontakt gekommen bist. Wie fing das bei Dir an?
Miss Jade:  
Ich habe vor 10 Jahren die Print Anzeige in einem Magazin gesehen, verabredete ein Vorstellungsgespräch und fand meine Wahrnehmung im Studio äußerst inspirierend und anziehend. So kam und blieb ich im SM.


Domina Miss Jade im Interview




Lady Sas: Wie kommt es, dass Du als Domina tätig bist?
Miss Jade: 
Dem Passivem kann ich nichts abgewinnen, es wäre mir zu langweilig fremdbestimmt zu werden. Ich besitze das Privileg, mich ausschließlich daran orientieren zu können, was mir wirklich gefällt - das war von Anfang an der dominante Part. So wuchs ich hinein, so gefällt es mir und so bleibt es auch.



Lady Sas: Wie hast Du Deinen Einstieg als Profi-Domina erlebt und wie hast Du Dich seitdem entwickelt? Haben sich Deine Vorlieben verändert?
Miss Jade:
Als sexuell aufgeschlossener Mensch mag ich die große Bandbreite an Spielmöglichkeiten, das faszinierte mich von Anfang an und ist bis heute so geblieben. Dieser Mix aus Lust, Qual und Erniedrigung - das ergibt Erotik und Vielfalt. Diese unzähligen und facettenreichen Spieloptionen werden wohl nie aufhören, mich zu begeistern. Da ich nur wenige Tage im Monat im Studio anzutreffen bin, werde ich dem ganzen auch niemals überdrüssig. 



Miss Jade
Lady Sas: Was reizt Dich an BDSM?
Miss Jade: 
Ich liebe Erniedrigungsspiele, ich bin leidenschaftliche Sadistin und ich glaube sagen zu können, dass ich recht gut bondagen kann. Da ich selber in einer Session immer eine sehr ruhige Ausstrahlung habe, genieße ich es sehr, wenn ich die Gelegenheit habe, denjenigen, der sich in meine Hände begibt, zu "lesen", ihn an seine Grenzen, und mit viel Fingerspitzengefühl, ein wenig darüber hinaus zu führen. In meinen Sessions wird es selten laut, oft erlebe ich es, dass, je intensiver unser Spiel sich gestaltet, es fast nonverbal vonstatten geht. 


Miss Jade als strenge Gouvernante


Lady Sas: Wie gestaltest Du Deine Erniedrigungsspiele? Sicher ist das individuell verschieden, aber hast Du Tipps für nicht so erfahrene Femdoms?
Miss Jade:
Es ist mir sehr wichtig zu erwähnen, dass vor jeder Session ein ausführliches, vertrauliches Vorgespräch stattfindet! Hier kann mir der SM -Einsteiger wie auch der passionierte SMler all seine Wünsche, Erwartungen und Fantasien anvertrauen, wir besprechen Tabus und was möglich ist oder auch nicht. Gerade Anfänger haben ja oft viele Fantasien im Kopf, wissen aber noch nicht wie es sich real anfühlt. Für mich persönlich übrigens immer ein riesiges  Kompliment, wenn ich diejenige bin, der sie dann, oft zum ersten Mal, ihre Neigungen anvertrauen. 

Was dann für wen erniedrigend ist, ist, wie so oft, dann wieder absolut individuell. Benutzt (wozu auch immer....? ;-) und/oder ausgestellt zu werden ist sehr oft eine schöne Möglichkeit. Wenn es dann extremer wird, ist die Toilette immer ein willkommener Ort. Außerdem liebe ich NS Spiele (kein KV!), da kann man natürlich auch wunderbar mit spielen. NS ist übrigens wieder ein gutes Beispiel dafür, wie individuell die Wünsche sind.... Für den einen ist es die absolute Erniedrigung, für den anderen das absolute Highlight/Belohnung zum Ende der Session. 

Miss Jade

Lady Sas: Du bezeichnest Dich unter anderem als "Expertin für Feminisierung und Transformationen". Auf welche Dinge achtest Du, wenn Du jemanden verwandelst? Muss die Sissy zum Beispiel mit hoher Stimme sprechen, geschminkt sein und High-Heels tragen?
Miss Jade:  
Ich liebe es, meinen Spielpartner nicht nur in eine Sissy zu verwandeln. Der frivole Schülerin, aber auch der eleganten Dame bringe ich das endsprechende Benehmen und die adäquaten Manieren bei. Je nach Situation wird sie zurechtgewiesen, rigoros bestraft und/oder gezüchtigt oder zur Schau gestellt. Für mich ist es eine ebenso große Freude, in die Rolle der Grand Dame, der strengen Gouvernante oder des ordinären Zuhälters zu schlüpfen. Ich mag da wirklich so ziemlich jede Verwandlung ....



Lady Sas: Du bietest "Vorführungen" an. Wie muss man sich das konkret Vorstellen, etwa bei einem klassischen Sklaven?
Miss Jade:
Ein feminisierter Gast eignet sich natürlich immer sehr gut, um vor anderen Ladys begutachtet, beobachtet oder ausprobiert zu werden. Aber auch der klassische Sklave genießt die Erniedrigung des Begutachtet-werdens sehr. Außerdem eignet er sich auch immer wieder gerne als z.B. Dekoobjekt im Hausflur o.ä. :-)

Domina Miss Jade

Miss Jade über Langzeiterziehungen




Lady Sas: Manche Sklaven träumen von Langzeitaufenthalten und dem tiefen Abtauchen in ihre Rolle. Sie brauchen es immer länger und intensiver. Kann man da schon von einer Sucht sprechen?
Miss Jade:  
Warum sollte man von einer Sucht sprechen? Vielleicht ist ein Langzeitaufenthalt einfach nur ein Regulativ zu seinem persönlichen/bürgerlichen Leben und er geht anschließend total entspannt, glücklich und vielleicht reicher an positiven Erfahrungen ins sein "normales" Leben zurück.



Lady Sas: Hast Du eine Idee, was man als Sklave tun kann, wenn man dieser Neigung zu sehr verfällt? Wie gewinnt man die Kontrolle über sich zurück?

Miss Jade:
Ist das nicht wie bei allen anderen Sachen auch...? Die richtige Mischung ist das beste. Wie das bei dem Einzelnen aussieht ist doch absolut individuell und muss mit dem Privatleben/Berufsleben harmonisieren. Ich habe es noch nicht erlebt, dass die Kontrolle verloren wurde. 




Lady Sas: Was inspiriert Dich und wie kommst Du auf neue Ideen für Sessions?
Miss Jade:
Jeder Gast, der mich besucht, inspiriert mich aufs Neue mit den Neigungen, Fantasien und Wünschen die er mitbringt.


Lady Sas: Du hast 10 Jahre Erfahrung als Domina. Welchen Tipp oder welche Tipps würdest Du jungen Femdoms geben, die heute Domina werden wollen?
Miss Jade:
Eine gute Domina wird man nicht über Nacht! Wenn ich retrospektive auf meine Entwicklung blicke, dann ist mein Erfahrungsschatz Jahr um Jahr gewachsen. Wie in wirklich jedem Job der Welt, wird man, je öfter man etwas tut, von mal zu mal besser. Jeder Konditor , der heute die tollsten , aufwendigsten, leckersten Torten herstellt, wird wohl über seine erste Torte schmunzeln.... Und das wichtigste..... Leidenschaft!
Wenn eine junge Dame denkt, das schnelle Geld verdienen zu können, in dem sie sich ein paar Stiefel anzieht und etwas die Gerte schwingt, wird sie furios scheitern! Abgesehen von den unzähligen Praktiken die ich beherrsche und den vielen Spielgeräten, die ich bedienen kann, hat sich meine Empathie entwickelt, wie ich es nie für möglich gehalten hätte. Diese Empathie erlangt man nur, wenn man das ,was wir tun, sehr lange mit sehr großer Passion ausführt. 



Lady Sas: Du hast eine traumhafte Figur, Kompliment. Was tust Du dafür, um so gut auszusehen?
Miss Jade: 
Gesunde Ernährung, viel trinken (Wasser!), nicht rauchen, so oft es geht Sport. Wenn möglich sehr viel schlafen 

Miss Jade


Lady Sas: Wie sehen Deine Pläne für die Zukunft aus?
Miss Jade:
Im HOBD in Düsseldorf habe ich für mich die perfekte Studioumgebung gefunden. Hier werde ich die nächsten Jahre anzutreffen sein. (Anmerkung von Lady Sas: HOBD steht für das SM-Studio House of Bizarre Dreams.)

   
Lady Sas: Danke für diese Einblicke.





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